Friedliches Blumen abgrasen
Wieder einmal so ein Spiel, das sehr einfach daherkommt und dann überrascht.
.
![]() |
Nr. 1648: Lacuna | Spielwiese-Code | |
|
|
Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
|
.
Die gute Nachricht
einfach nettes Material
Die schlechte Nachricht
Noch fehlt eine Erklärung, warum die Spielfiguren gerade so aussehen, wie sie aussehen
![]() |
| Der Titel Lacuna leitet sich vom lateinischen Wort lacus für See oder Teich ab. Denn angeblich sammeln wir auf einem Teich (Stofftuch) Blumen. Bild: Hutter |
Rein ins Spiel!
Das Erste, das auffällt: Das Spiel steckt in einem relativ großem Zylinder. Der dient dann auch als Schütte für die knapp 50 kleinen Blumen in sieben unterschiedlichen Farben, allesamt bunt, bedruckt und mit einem Laser aus Holz geschnitten. Absolut hübsch.
Die Blumen werden auf das riesige, etas 70 x 70 Zentimeter große Stofftuch geschüttet, das als Teich die Spielfläche ist, und dort wahllos verteilt. Die Aufgabe der beiden Spieler ist es nämlich, die meisten Blumen in den meisten Farben zu sammeln. Wie, ist aufs Erste recht einfach. Beide Spieler haben jeweils sechs Spielfiguren – in gold oder in silber – und setzen sie abwechselnd auf einer direkten gedachten Linie zwischen zwei gleichfarbige Blumen. Die Linie darf nicht durch andere Blumen oder Spielfiguren unterbrochen sein. Dann darf man sich beide Blumen nehmen.
Da es von jeder Blumenart sieben Stück gibt, hat man mit vier Blumen die Mehrheit. Nur das zählt. Und wer von sieben unterschiedlichen Blumen mindestens vier Mal mindestens vier Blumen eingesammelt hat, hat Lacuna gewonnen.
Daraus folgen einige taktische Operationen, die sich aufdrängen. Wer die ersten zwei Blumen einer Farbe hat, sollte sich möglichst schnell zwei weitere Blumen dieser Farbe schnappen, respektive der Gegner genau das verhindern, indem er diese Blumen holt. Nach einem Schlagabtausch von insgesamt zwölf Zügen bleiben immer noch 25 Blumen auf dem Teich, die wie folgt zu den beiden Spielern wandern: Eine Blume bekommt, wer mit einer seiner Spielfiguren am nächsten steht. Bei vielen Blumen ist das sofort ersichtlich, für alle anderen Fälle liegt ein kleines Lineal bei.
Mit anderen Worten: Entscheidend ist, wo genau ich eine Spielfigur setze, um durch die zweite Phase des Spiels zum Sieger oder Verlierer zu werden. Wenn ich dann nämlich näher an den übrig gebliebenen Blumen bin, als mein Gegner. Das erfordert in dere ersten Phase mehr Übersicht und räumliche Einschätzung, als man als blutiger Anfänger von Lacuna vermutet.
Lacuna ist zwar kompetitiv, aber allein schon wegen seiner Gestaltung ein recht friedvoll stimmendes Unterfangen. Ein bisschen Strategie und sehr viel Taktik und gezielte Abwägung, was für einen selbst und was für den Gegner – noch – möglich ist.
|
Nochmals spielen? Gerne. |
Rund ums Spiel
Das Rezensionsexemplar wurde von Hutter Trade zur Verfügung gestellt |




