Klein, aber fein
Dieses Spiel gehört zu jenen, deren Stärke sich auf den ersten Blick nicht zeigt. Doch schon gegen Ende der ersten Partie erkennst du, was in ihm steckt.
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Nr. 1634: My Park | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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| Attraktionen zu einem Freizeitpark auslegen. Freilich gibt es dafür Bedingungen. Die sind schnell begriffen, jedoch nicht so schnell beherrscht. Bild: Game Factory |
Die gute Nachricht
Viel Spiel in kleiner Schachtel!
Die schlechte Nachricht
uns fiel keine ein
Rein ins Spiel!
Es gibt unzählige Legespiele und was wir vor uns haben, ist nicht wirklich neu. Auch diese Art Grafik, die absolut nicht jedem gefallen muss, kennt man von da und dort. Aber: Für gerade mal ein Dutzend Euro darf man keinesfalls schimpfen. Du bekommst sehr viel Spiel für diesen günstigen Betrag. Und ein bisschen Hirntraining noch dazu. Denn es geht bei My Park ums Optimieren von zehn kleinen viereckigen und sehr bunten Kärtchen. Diese Parkkarten zeigen jeweils eine Attraktion oder einen Ruhebereich eines großen Freizeitparks. Den stellst du vor dir zusammen. Deine Mitspieler machen das auch und gleichzeitig.
Dabei gibt es neben dem Optimierungspotenzial zwei grundlegende Bedingungen zu beachten. 1. Die Parkkarten haben Zahlen von 1 bis 13 und müssen in normaler Leserichtung, also von oben links nach unten rechts aufsteigend gelegt werden. 2. Am Ende sind es neun statt zehn Parkkarten, die in zwei, drei oder vier Reihen angeordnet sein müssen. Dafür gilt eine vor Spielbeginn zufällig gewählte Projektplankarte, wie sie in der Anleitung heißt, als verbindliche Vorlage.
Was mit der zehnten Parkkarte passiert? Das fragst du als aufmerksamer Leser oder aufmerksame Leserin zurecht. Nun, bei My Park wird gedraftet, wie das neudeutsch heißt. Also du suchst eine von deinen anfangs zehn Parkkarten aus und legst sie vor dir hin und gibt die restlichen Karten an deinen linken Nachbarn weiter. Nun sucht jeder aus den verbliebenen neun Parkkarten die nächste aus usw. Die zehnte und letzte wird nicht im Park verbaut, sie kommt aus dem Spiel, das nun abgerechnet wird.
Dazu gibt es immer zwei Wertungskarten, die offen liegen. So sieht jeder, bringen mir in der aktuellen Partie blaue Parkkarten mehr als rote, sollte ich auf bestimmte Symbole spitzen, bringen bestimmte benachbarte Parkkarten viele Punkte … Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die immer wieder variieren. Das geht bis dahin, dass du unter Umständen sogar eine deiner Parkkarten aus deinem Park mit einer – nützlicheren – Parkkarte aus dem Park eines Mitspielers tauschst.
Diese abwechslungsreichen Abläufe sind das Schöne an diesem Spiel.
Die Legemöglichkeiten reduzieren sich von Runde zu Runde. Die Voraussetzungen fürs Abwägen, welche Parkkarte du als nächste legst, ändern sich laufend. Manchmal, durchschnittlich zweimal, kann man eine Parkkarte nicht mehr vorschriftsmäßig anlegen. Sie wird dann mit der neutralen Rückseite im Park platziert, bringt aber freilich keine Punkte. Du solltest auch beobachten, welche Zahlen bei deinen Mitspielern noch offen bzw. schon besetzt sind. Denn womöglich kommt eine Parkkarte, die du vorerst einmal weitergibst, noch einmal zu dir zurück und kannst sie dann verwerten.
Du siehst, dieses kleine Legespiel hat mehr Tiefe, als du anfangs annimmst. Und es ist schnell gespielt! Auch das ist ein große Pluspunkt für My Park.
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Nochmals spielen? Doch, schon. |
Rund ums Spiel Das Rezensionsexemplar wurde von Game Factory zur Verfügung gestellt |




… miteinander rechnen, Gegensätze nach vereinbarten Regeln austragen, dem Chaos Einhalt gebieten, das gemeinsame Leben in zwanglose Formen bringen.