Exotischer Wertungsmix
Die Frühjahrsneuheit von Deep Print Games bei Pegasus lässt den Spielenden immer zwei Möglichkeiten, ihr Tableau weiter zu bestücken.
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Nr. 1595: Under the Mango tree | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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Die gute Nachricht
Schönes Familienspiel zu einem sehr fairen Preis
Die schlechte Nachricht
Auch wenn die Mischung gelungen ist, ist es doch irgendwie „more of the same“
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| Jeder hat ein solches Tableau, an das er oder sie an fünf Stellen Karten anlegen kann, um die jeweiligen Bereiche zu optimieren. Bild: Pegasus |
Rein ins Spiel!
Dennis Lohausen hat einen Mangobaum in die liebliche Landschaft gesetzt. Ebenso lieblich sind Kängurus, Wombats & Co gezeichnet, die sich beim Baum gruppieren wollen und die Papageien, die in der Baumkrone an die saftigen Mangos wollen. Dann noch ein Müllplatz, der bestückt werden soll und im Vordergrund ein Fluss, in dem mehr oder weniger Fische schwimmen. Das hängt ganz von dir ab.
Du erkennst: Ein Spiel, bei dem man in mehreren Bereichen wohl das Optimum bilden soll. Bingo!
Und wie das heutzutage oft der Fall ist, wird gedraftet. Für alle Nicht-Neudeutsch-Sprecher: Du bekommst eine Auswahl an Karten – hier zeigen sie Domino-ähnlich zwei Bilder –, von denen du eine für dich auswählst und die übrigen an einen Nachbarn weitergibst. So machen es alle, so dass auch du für jede Runde mit anderen, jedoch immer weniger Karten versorgt wirst. Ein kleiner Pluspunkt bei Under the Mango Tree ist, dass sich die Richtung immer wieder ändert.
Was passiert also auf dem Weg zum Spielende? Du entscheidest dich für eine Karte, genauer gesagt für eine Hälfte einer Karte, die du „verbauen“ willst. Zuerst einmal legst du die Karte verdeckt ab und wenn das alle gemacht haben, decken sie alle auf und legen sie im gewünschten Bereich an (die nicht gewählte Hälfte wird immer untergeschoben). Dabei geht es, wie so oft heute, um unterschiedliche Wertungsmechanismen an unterschiedlichen Stellen. Die Karten für die Baumkrone zum Beispiel zeigen Papageien und/oder Mangos und am Ende wird die Anzahl der Papageien mit der Anzahl der sichtbaren Mangos multipliziert. Kleiner Tipp am Rande: Das rentiert sich fast immer. Wie bei den Fischen. Bei ihnen kommt es wiederum darauf an, möglichst viele unterschiedliche Fische zu sammeln. Je mehr unterschiedliche Fische miteinander schwimmen, umso mehr und steiler steigt die Punktekurve an. Im Bereich Tierreservat gibt es nur Punkte für Tiere, die ausschließlich als Paar gelegt wurden. Bei den für die Befruchtung der Mangos wichtigen Bienen verhält es sich bei der Wertung so, dass du mehr Bienen haben solltest als deine Nachbarn.
Das alles nützt dir nichts, oder sagen wir: macht den ersten Platz unerreichbar, wenn du nicht kein Augenmerk auf die Müllentsorgung in deiner lieblichen Landschaft gelegt hast. Je nach Spieleranzahl musst drei oder vier Müllkübel aufgestellt haben, was zwar wenig Punkte bringt, aber wenn du es nicht machst, werden dir richtig viele siegzerstörende Punkte abgezogen!
Fazit
Das alles ist in jederlei Hinsicht sehr schön, gleichzeitig aber auch unspektakulär. Doch es muss ja nicht jedes Spiel ein Aufreger sein. Wer’s ohnehin lieber gemütlich mag, der lässt sich unter diesem Mangobaum nieder.
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Nochmals spielen? Durchaus. |
Rund ums Spiel
Das Rezensionsexemplar wurde von Pegasus zur Verfügung gestellt |




