Reiskuchen, warum auch immer
Diesem Kartenspiel kann man getrost Effekthascherei vorwerfen. Denn einige Karten lösen Effekte aus, doch das große Ganze des Spiels bleibt dennoch unklar.
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Nr. 1591: Happy Mochi | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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| Kleine Schachtel: Bei diesem Kartenspiel müssen zweistellige Zahlen mit zwei Karten mal überboten oder mal unterboten werden. Bild: Asmodee |
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Die gute Nachricht
Endlich mal was für Mochi-Fans
Die schlechte Nachricht
Die Spielanleitung hat im Detail Tücken
Rein ins Spiel!
Zur Zeit kommen auffallend viele Spiele auf den Markt, bei denen Karten auf- oder absteigend ausgespielt werden und die zueinander in einer bestimmten Beziehung sein sollen. Um es gleich vorwegzunehmen: Happy Mochi ist nicht das stärkste darunter.
Irgendwie haderten unsere Spielrunden mit der Neuheit der Asmodee-Eigenmarke Zygomatic. Einige schreckte das Pastellfarbene von vornherein ab, aber das war nicht das Thema. Denn andere fanden die blassen japanischen Reiskuchen „einfach süüüß“. So oder so: Das Thema ist aufgesetzt, der Ablauf arg konstruiert.
Happy Mochi ist ein Werde-deine-Karten-los-Spiel. Jede Karte, die übrig bleibt, zählt entsprechend ihrem Wert Minuspunkte. Wenn der erste Spieler 30 Minuspunkte oder mehr erreicht, endet die Partie. Bei Zahlenwerten von 0 bis 9 kann das sehr schnell gehen.
Was das Spiel in erster Linie von einem Uno und Ähnlichem unterscheidet, ist, dass hier zwei Ablagestapel gebildet werden und immer nur zwei Karten gleichzeitig ausgespielt werden können. Ein sogenanntes Duo. Anders gesagt: Es geht um zweistellige Zahlen. Damit es nicht allzu leicht wird, dürfen die verteilten Handkarten nicht umsortiert werden. Wird ein Duo ausgespielt, müssen die zwei Karten nebeneinander auf der Hand gewesen sein. Die willkürliche Handkartenreihung kann nur dadurch beeinflusst werden, wenn eine Karte aufgenommen und dann an beliebiger Stelle in die Hand einsortiert wird. Noch ein Merkmal bei Happy Mochi: Einer von vier Effekten, die manche Karten haben können, erlaubt das Ablegen einer Karte vor sich, hier „Karten reservieren“ genannt.
Wozu soll das gut sein?
Auch von diesen reservierten Karten darf man eine Karte nachziehen, wenn man an der Reihe ist, nicht nur vom Nachziehstapel oder von einem der beiden Ablagestapel (wodurch sieh augenblicklich die Ausgangslage ändert!). Das kann durchaus von Vorteil sein. Und reservierte Karten zählen am Ende nicht minus, das ist auch gut. Ein anderer Effekt bewirkt, dass die Plus/Minus-Karte umgedreht wird: Ab dem nächsten Spieler wird die Zahl am Tisch dann nicht mehr überboten, sondern unterboten oder umgekehrt. Spielst du zwei gleiche Zahlen aus, also einen Pasch, musst du weder das Über/Unterbieten beachten noch eine Farbbedingung, die es auch noch gibt. Bei einem Pasch darfst du, heißt es in der Anleitung, „Happy Mochi“ rufen.
Das Spiel könnte jeden anderen Namen tragen. „Verbeulte Fahrräder“, „Bunte Sterne“ oder „Wichtige Eichhörnchen“ – auch nicht absurder als „Happy Mochi“.
Die Schachtel ist klein, der Preis nicht allzu hoch, eine Partie geht schnell vorbei, doch richtig gute Laune kam zumindest bei uns nicht auf.
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Nochmals spielen? Wir nicht. |
Rund ums Spiel Das Rezensionsexemplar wurde von Asmodee zur Verfügung gestellt |




… möglichst viel lachen können und Spaß haben nach einem guten Essen und bei einem Glas Rotwein.