Ich denke, du denkst dabei wie ich …
Das Spiel war für den As d’Or nominiert. Nicht ohne Grund. Auch wenn man über die Wertungsdetails streiten kann: Das Wörterspiel ist gut und originell.
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Nr. 1570: Perfect Words | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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Die gute Nachricht
Originelle Bereicherung für das Genre der Wörterspiele
Die schlechte Nachricht
Die Wertungsmodalitäten sind der Pferdefuß des Spiels
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| Wioe ein Kreuzworträtsel baut sich Perfect Words auf. Zu den am Ende zehn Wörterkombinationen schreibt jeder seine eigene Assoziation als Überbegriff auf. Bild: Piatnik |
Rein ins Spiel!
Perfect Words ist ein Assoziationsspiel und kann sowohl kooperativ wie auch gegeneinander gespielt werden. Das ist der Kern: Aus rund 500 Wortkärtchen kommen die ersten zehn in Auslage, die laufend wieder aufgefüllt wird. Wer an der Reihe ist, nimmt ein Wortkärtchen und legte es am Tisch aus. Immer wenn mindestens zwei Wortkärtchen eine Reihe oder eine Spalte bilden, muss an eines der Enden ein sogenanntes Pfeilkärtchen gelegt werden. Du musst dir das wie ein Kreuzworträtsel vorstellen: Die Wortkärtchen wären die Buchstabenfelder, die Pfeilkärtchen die Fragen.
Aber gibt es Fragen? Direkt so nicht, sondern die Pfeilkärtchen geben an, dass nach einem Überbegriff für die Wörter in der betreffenden Reihe oder Spalte gefragt ist. Ein Beispiel. Es liegen die Wortkärtchen Apfel und Schloss nebeneinander. Was fällt dir dazu ein? "Schneewittchen" …? Würde doch perfekt passen. Es sollte ein Überbegriff sein, bei dem Chance groß ist, dass er auch anderen einfällt. Denn schlussendlich geht es bei Perfect Words um Übereinstimmungen unter den Spielern.
Sind alle Pfeilkärtchen im Einsatz und mit mindestens zwei Wortkärtchen versehen, schreiben alle Spieler für alle zehn Kombinationen geheim ihren Überbegriff auf mitgelieferte Zettel.
Es kommt damit schon auf ein geschicktes Händchen bei der Auswahl des Wortkärtchens an und wo man es anlegt, um möglichst viele Übereinstimmungen zu erzielen. Was einen aber auch immer wieder verwundern lässt, wie die lieben Mitspielerinnen und Mitspieler so ganz anders ticken. Ein Beispiel aus der letzten Partie. Es liegt Frau und jemand legt Biene dazu und summt unüberhörbar die Titelmelodie von Karel Gott. Dem einem Mitspieler ist sofort klar, und schreibt später auch "Maja" als Überbegriff auf seinen Zettel. Doch was notieren andere? „Arbeiterin“, „Königin“ …! ist ja auch gut, aber …
Eben.
Mathematisch gibt es nahezu unendlich viele Möglichkeiten, welche Wörter gleichzeitig in der Auslage auftauchen, verwendet und miteinander kombiniert werden können. Das wird unter Garantie nicht langweilig. Und dann kann sich die Gruppe auch noch vor der Schreibphase darauf einigen, mit bestimmten Markern eine Reihe oder Spalte doppelt zu werten, weil viele der Meinung sind, hier gibt es einen „Maja-Effekt“, oder dass etwas gar nicht gewertet wird. Nun, das ist eigentlich nebensächlich, manchmal sogar hinderlich. Denn die Wertungsmodalitäten von Perfect Words sind streitbar und nicht unmittelbar eingängig.
Der große Spaß und die Herausforderung zugleich ist das Finden von passenden Begriffen und sich die Assoziationen der anderen vorzustellen.
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Nochmals spielen? Gerne auch als Aufwärmer der nächsten Party. |
Rund ums Spiel Das Rezensionsexemplar wurde von Piatnik zur Verfügung gestellt |




… gemeinsame Zeit mitanander am Tisch.