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VIERTELFINALE. Das Viertelfinale der Fußball-WM in Südafrika geht weiter, auch bei der Spielwiese-Spiele-WM: Frankreich gegen Algerien bedeutet Abalone gegen Targui. Lesen Sie, wer von beiden ins Halbfinale einzieht.
Zur Einleitung, wenn Sie neu mitspielen
Frankreich: Abalone
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| Neben den einfachen Regeln ist auch das haptisch wie optisch ansprechende Material von Abalone ein Grund für den Erfolg des Spiels.
Bild: Abalone |
Einerseits faszinierte das minimalistische Spielmaterial: gepresste Glaskugeln in Schwarz und Weiß auf einem Kunststoffbrett mit Mulden. Es faszinierte aber auch der Mechanismus des Spiels: durch Anschieben gegnerische Kugeln vom Spielbrett zu stoßen. Das ist das Ziel.
Zeitlos und ein echter Franzose.
Algerien: Targui
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| Ausgefeilte Mischung aus Karten, Würfeln und Ressourcen: Targui spielt in der algerischen Sahara.
Bild: Boardgameworld |
Heute würde man dazu Entwicklungsspiel sagen. Damals war der Modus recht neu. In einem ausgeklügelten Zusammenspiel geht es einerseits um wirtschaftliche Macht, andererseits um strategische Macht. Die Felder der Wüste, in denen Targui spielt, haben dazu jeweils zwei verschiedene Werte. Beides bedingt einander: Mit der wirtschaftlichen Macht kauft man sich Kamele, mit denen man fremde Gebiete überfällt. Beim Zweikampf zählt jedoch die strategische Stärke.
Über den blutrünstigen Aspekt des Ganzen machte man sich in den 80er-Jahren keine Gedanken. Da war auch die Spieleszene noch politisch unkorrekt.
Das Spiel Targui erschien 1988 bis 1995 bei Jumbo in der typischen "Cinemascope-Schachtel". 1999 gab es dann noch einmal eine limitierte Sonderauflage.
Frankreichs Weg ins Viertelfinale: |
Algeriens Weg ins Viertelfinale: |
Frankreich-Algerien 2:3
Im wirklichen Leben wäre diese Begegnung mit jeder Menge Ressentiments verbunden. Nüchtern betrachtet, spielt hier ein moderner Zweipersonen-Klassiker gegen ein herausragendes Wirtschaftsspiel. Also zum wiederholten Mal ein Aufeinandertreffen von zwei gegensätzlichen Spielansätzen und -notwendigkeiten.
Die Meriten von Abalone ein weiteres Mal zu strapazieren, schenken wir uns. Bei Targui hingegen sollte noch einmal darauf hingewiesen werden, dass dieses Spiel stets unter seinem Wert geschlagen wurde. Wahrscheinlich kam es beide Male genau zum falschen Zeitpunkt auf den Markt. Deshalb hat es seine Chance verdient, ins Halbfinale aufzusteigen. A.M.
Algerien spielt somit am 6. Juli im Halbfinale gegen die Schweiz.




