STUDIE. Die am Donnerstag veröffentlichte Studie "Freizeit-Monitor 2016" zeigt, dass die Zahl der spielenden erwachsenen Deutschen weiter sinkt. Spielen mit Kindern zählt als Freizeitbeschäftigung sogar zu den großen Verlierern.
Seit mehr als 30 Jahren führt die Stiftung für Zukunftsfragen regelmäßig eine repräsentative Untersuchung zum Freizeitverhalten der Deutschen durch. Wieder wurden über 3000 Personen ab 14 Jahren in persönlichen Interviews (face-to-face) zu ihrem Freizeitverhalten befragt. Abgefragt wird dabei unter anderem auch, wie's die Bürger mit dem Spielen halten.
8 Prozent spielen wöchentlich
Von je 100 Befragten spielen mindestens einmal im Monat
- 32 Gesellschafts-/Kartenspiele
- unter den Jugendlichen sind es 34 von 100
- unter Jungen Erwachsenen 31
- 30 Singles
- 26 Paare
- 36 Familien
- 33 sogenannte Jungsenioren
- 33 Ruheständler.
Der Gesamtwert ist im Vergleich zu den Vorjahren leicht gesunken. Die soziologische Gruppe der Jugendlichen und Jungen Erwachsenen ist stabil, auf dramatischer Talfahrt befindet sich die Kombination Familie und Gesellschaftsspiele. 2014 gaben noch 44 Prozent der Familien an zu spielen, jetzt sind es nur noch 36 Prozent.
Unter anderem zeigt der neue Freizeit-Monitor, dass Besserverdiener und Bewohner am Land öfter spielen. 8 von 100 geben an, mindestens einmal pro Woche zu Brett- und Kartenspielen zu greifen.
Diese Detailergebnisse sind eingebettet in zwei große Kernergebnisse der Studie. Die Top 3 der Freizeitaktivitäten bleiben unverändert: Fernsehen, Radio hören, Telefonieren und die Zeit für soziale Kontakte nimmt rapide ab.
8 Prozent spielen wöchentlich
Die Stiftung für Zukunftstfragen hat eine Reihe von auffälligen Vergleichsdaten von 2016 und 2011 separat ausgewiesen. Im Fünf-Jahres-Vergleich zählt das Spielen mit Kinder zu den großen Verlierern. Diese Kennzahl reduzierte sich um 20 Prozent, wie die unten stehende Tabelle zeigt.

Vom Niedergang des Spielens an sich kann allerdings keine Rede sein. Denn Spielen hat sich noch stärker in den digitalen Bereich verlagert. 50 Prozent aller Smartphone-Nutzer geben an, auf ihrem Handy zu spielen. Unter den 14- bis 34-Jährigen sind es sogar 71 Prozent.
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Man hört nicht auf zu spielen, weil man alt wird, sondern man wird alt, wenn man aufhört zu spielen.