AUSZEICHNUNG. Der Verein Spiel des Jahres hat soeben die diesjährigen Nominierungen in den drei Kategorien bekannt gegeben.
Wie schon seit mehreren Jahren gibt es drei Kategorien, in denen der Verein die begehrte Auszeichung vergibt. Diese neun Spiele haben 2015 die Chance auf einen Titel.
Nominiert für die Wahl zum „Spiel des Jahres 2015“:
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Colt Express von hristophe Raimbault bei Ludonaute. Begründung der Jury:

"Ein Spiel wie eine Westernparodie! Fast schon in Slapstick-Manier verlieren die Banditen die sicher geglaubte Beute in Schlägereien oder sie ballern einfach ins Nichts. Wer gerade noch darüber feixt, anderen Gaunern die Absichten vermasselt zu haben, tappt schon bald selbst in einen Hinterhalt. Diese Mischung aus Planung und Chaos hat Charme und viel Witz. Lok und Waggons als dreidimensionaler Spielplan machen „Colt Express“ zudem zu einem echten Hingucker." -
Machi Koro von Masao Suganuma bei Kosmos. Begründung der Jury:

"Wer hat die beste Vision für seine aufblühende Metropole? Bei „Machi Koro“ treffen die Spieler quasi an jeder Straßenecke Entscheidungen mit politischer und wirtschaftlicher Tragweite. So muss Stadtplanung aussehen! Egal ob Industrie, Restaurants oder Landwirtschaft – die Zahl der strategischen Möglichkeiten ist groß und reicht von friedlich bis rabiat. Da ist für jeden Charakter etwas dabei. Besonders empfehlenswert ist die Variante „Komme, was wolle“." -
The Game von Steffen Benndorf bei NSV. Begründung der Jury:

"Dieser Minimalismus begeistert! Mit rund 100 Karten und wenigen Regeln erschafft Autor Steffen Benndorf eine spannungsgeladene Atmosphäre, die niemanden abschweifen lässt. Im Gegenteil: Die Zwänge beim Ablegen der Karten schicken die Spieler in ein Wechselbad der Gefühle. Verzweiflung, Ärger, Freude, triumphaler Jubel – alles ist dabei. Doch vor allem die Einschränkungen in der Verständigung machen „The Game“ zu einer Herausforderung, die nie langweilig wird."
Nominiert für die Wahl zum „Kennerspiel des Jahres 2015“:
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Broom Service von Andreas Pelikan und Alexander Pfister bei Alea. Begründung der Jury:

"Mutig oder feige sein? Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch eine Partie „Broom Service“. Die immer wieder geforderte Einschätzung, eine Aktion riskant und somit viel lukrativer ausführen zu wollen oder lieber vorsichtig und damit verlässlich, sorgt für Spannung am Fließband. Wahrlich magische Momente erlebt, wer die taktischen Vorhaben der Gegner entzaubert. Besonders schön: Zusätzliche Profi-Varianten gestalten das Spiel noch abwechslungsreicher." -
Elysium von Brett J. Gilbert und Matthew T. Dunstan bei Space Cowboys. Begründung der Jury:

"Eine Familie ist nicht genug! Von acht Kartensets werden immer fünf kombiniert. Das sorgt für abwechslungsreiche Spielverläufe und für optischen Genuss, denn: Jede Familie wurde von einem anderen Grafiker illustriert. Das hat Stil! Seinen Reiz zieht „Elysium“ aber vor allem aus dem mehrfachen Dilemma, nur durch Einschränkungen vorankommen zu können. Wer wünschte sich bei der kniffligen Suche nach dem richtigen Timing nicht mal eine göttliche Einflüsterung?" -
Orleans von Reiner Stockhausen bei dlp games. Begründung der Jury:

"Ein erfolgreicher Händler zeichnet sich vor allem durch eines aus: seine zahlreichen Kontakte. Doch welche Gefolgsleute stehen zur Verfügung? Das immer wiederkehrende Ziehen der Personenplättchen aus dem Beutel verursacht mal Ernüchterung, mal Verzückung – ein toller Mechanismus, der hervorragend Glück mit kluger Weitsicht kombiniert. Die vielseitigen Planungsmöglichkeiten und schnelle Züge machen „Orléans“ zu einem faszinierenden Spiel für Strategen."
Nominiert für die Wahl zum „Kinderspiel des Jahres 2015“:
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Push a Monster von Wolfgang Dirscherl und Manfred Reindl bei Queen. Begründung der Jury:

"Keine Angst vor Monstern! Hier ist Augenmaß gefragt beim Legen und Schieben: Aus bekannten Zutaten haben die Autoren Wolfgang Dirscherl und Manfred Reindl ein sehr originelles Geschicklichkeitsspiel geschaffen, dessen taktische Tiefe sich erst allmählich entfaltet. Die raffinierte Schlusswertung erfordert vorausschauendes Platzieren der drolligen Ungetüme. Stabiles Material, klares Regelwerk, ansprechende Grafik und ein neues Spielerlebnis – hier stimmt einfach alles." -
Schatz-Rabatz von Karin Hetling bei Noris. Begründung der Jury:

"Kleine Kiste, großer Schatz, doch leider fehlt für ihn der Platz. Mit gierigem Raffen alleine kommt man hier nicht weit. Nur wer bei aller Hektik die Ruhe und den Überblick bewahrt, kann am Ende reiche Beute nach Hause tragen. Karin Hetlings temporeiches Sammelspiel erfordert räumliches Wahrnehmungsvermögen, schnelle Reaktionen und planvolles Vorgehen. Die Mischung macht´s. Damit schafft die Autorin Piratenatmosphäre pur für kleine und große Abenteurer." -
Spinderella von Roberto Fraga bei Zoch. Begründung der Jury:

"Unten auf dem Waldboden ist viel los – und oben drüber auch. Der doppelbödige Mechanismus mit Magnetkraft zieht Spieler magisch an. Der Autor Roberto Fraga gewinnt dem klassischen Laufspiel eine neue Ebene ab. Die lauernde Spinne direkt über dem Ameisentreck sorgt für ein permanentes Kribbeln. Ärgere ich mit ihr die Mitspieler? Oder bringe ich meine Ameisen ins sichere Ziel? Diesem packenden Spielprinzip ordnet sich das tolle Material jederzeit unter. Es ist kein Gimmick."
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