VERLAGE. Und wieder streicht einer die Segel, verschwindet eine Spielemarke. Die W&L Verlagsgesellschaft mbH wird zum 30.4. liquidiert, Spiele mit dem grinsenden Joker sind dann endgültig Vergangenheit.
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Ein SpielSpass-Partyspiel unter vielen: 2009 kam mit dem treffenden Namen Letz Fetz heraus, wiel hier aus Papierfetzen nämlich die Begriffe dargestellt werden mussten, die die anderen erraten sollen.
Bild: SpielSpass |
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Die Lager sind bereits leer. Alle Bestände an Spielen und Puzzles sind verkauft. Das heißt: in den Läden. Im Herbst waren noch drei neue Spiele unter dem Label SpiesSpass erschienen, nämlich eine Erwachsenenausgabe Partyalarm ab 18, eine Neuauflage von Doodle Dice in größerer Schachtel sowie eine Kartenspieladapation von Tic Tac Toe namens Tic Attack Toe.
Riecher für den Zeitgeist
Diese drei Spiele beschreiben nicht vollständig, aber einen großen Teil der Art Spiele, die der Verlag seit seiner Gründung Anfang der 90er Jahre herausgegeben hat: VIele, viele Partyspiele, viele, viele Quizspiele und Lizenzthemen. Das kleine Team bewies dabei oftmals einen sehr guten Riecher für Zeitgeist: SpielSpass sprang als Erster auf die Moorhuhn-Welle auf, pflegte die Ostalgie, als ihr noch bedingungsloser gefrönt wurde wie heute, münzte Modewörter wie zum Beispiel "Weichei" flugs in ein passendes Spiel um.
Kaum Beachtung in der "Szene"
Aufs Treppchen einer Spieleauszeichnung hat es SpielSpass nie geschafft, das war aber auch nicht das Ziel. Die eingefleischten Spieler, die jeden Tag das Internet nach Neuheiten absuchen, standen nie im Blickfeld. Beliefert wurden vor allem Selbstbedienungsläden, Kaufhausketten und Diskonter. Der günstige Verkaufspreis war ausschlaggebend.
Dabei finden sind neben dem langjährigen Hausautor Peter Schurzmann durchaus bekannte Namen wie Reiner Knizia oder Manfred Ludwig und Wolfgang Kramer in der Autoren-Backlist.
Ein gutes Dutzend Spiele von SpielSpass war zuletzt noch beim Verlag lieferbar. Auch wenn diese noch in den Läden stehen – es kommt nichts mehr nach und können auch nicht mehr nachbestellt werden. In der Spielwiese-Datenbank sind deshalb alle Titel bereits auf "rot" gestellt.
Und am 30. April macht im schwäbischen Abstatt der Letzte das Licht aus …
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