SATIRE. Die Eskapaden des früheren italienischen Ministerpräsideten Silvio Berlusconi standen Pate für ein Spiel, das am Wochenende auf der norditalienischen Spielemesse "Play 2012" in Modena präsentiert wurde.
Bunga Republic ist der Titel des Satirespiels, bei dem Einflusskarten 3 bis 11 Spielern den Weg zur Macht ebnen sollen. Die Vorlage lieferte das wirkliche Leben: Es geht darum, seine Mitspieler möglichst effektiv zu korrumpieren – in diesem "Fach" soll Berlusconi ja ein Meister gewesen sein, und Ähnlichkeiten zu ihm und zu seinem System sind bei dem Spiel alles andere als Zufall.
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Juror Thomas Bärsch |
Der Ausdruck "Bunga-Bunga" erlangte infolge der Skandale um das Privatleben des Medienzaren internationale Bekanntheit. Berlusconi berichtete, er habe ihn vom verstorbenen libyschen Machthaber Muammar Al-Gaddafi, der ihn für seinen afrikanischen Harem benutzt haben soll. Wegen Sex mit einer minderjährigen Marokkanerin steht der 75-jährige Berlusconi derzeit in Mailand vor Gericht.
Ob sich Spielemacher auch in Deutschland zu einem "Wulff-Spiel" oder in Österreich zu einem "Telekom-Spiel" inspirieren lassen, bleibt abzuwarten. Angesichts zahlreicher Satirespiele, die bereits am Markt sind, wäre es zumindest keine Überraschung.
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