ZEITSCHRIFT. Eine neue Zeitschrift "für kleine und große Spielkinder", so die Eigendefinition, feierte auf der Spielwarenmesse in Nürnberg Premiere.
Ambitioniertes Vorhaben
Das Vorhaben ist ambitioniert, und wäre wohl von Beginn an zum Scheitern verurteilt, gäbe es mit Schwestermagazinen nicht schon eine bestimmte Infrastruktur. "Luna play" ist das vierte Magazin aus dem Kölner Verlag Luna media, der sich auf hochwertige Magazine konzentriert.
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Titel der Erstausgabe |
Das Titelbild etwa ist als "Wackelbild" gestaltet. innen drin herrschen große Fotostrecken vor. Und um es gleich vorweg zu sagen: den Gesellschaftsspielen ist zwar Raum gegeben, sie stehen jedoch nicht im Vordergrund, sondern bilden Einsprengsel zwischen Geschichten die von ersten Lego-Themenkisten bis zu einem Wettrennen zwischen einem Porsche und einem Bobby Car reichen. Auf einer Doppelseite rezensiert Stefan Ducksch, ehemaliger Vorsitzender der Jury Spiel des Jahres, sechs Spiele. Drei Quiz-, drei Bauspiele und drei "Spiele für Gewinnertypen" folgen an anderer Stelle. Auch ein Interview mit Autor Wolfgang Kramer ist von Stefan Ducksch geführt.
"Luna play" will ganz offensichtlich Welten verbinden. Dazu gehört auch eine Fotogeschichte, mit der Carmen Schmalfeldt und Cornelis Gollhardt erzählen, dass "der Spieleklassiker Scotland Yard auch als App viel Spaß" macht.
Fritz Gruber, langjähriger Goldsieber- und Kosmos-Presseverantwortlicher und Kurzzeit-Betreuer von Spiel des Jahres, nimmt sich im ersten Heft überblicksartig großen Persönlichkeiten an, die (nicht nur) die deutsche Spielzeugbranche prägten.
Fazit
"Luna play" ist mit Sicherheit eigenwillig und legt Wert auf ein modernes Erscheinungsbild. Die Texte gehen nicht allzu tief, dafür ist auch zu wenig Platz, und die Themenzusammenstellung erscheint noch etwas angestrengt: Mit dem ersten Heft wollte man wahrscheinlich möglichst viele unterschiedliche Dinge einpacken. Spielen ist vielfältig, keine Frage: Als Coffee-table-Magazin macht das "Luna play" vor allem durch gestylte Bilder deutlich.
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