AUSZEICHNUNG. Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Der dritte Hauptpreis der Jury Spiel des Jahres heißt "Kennerspiel des Jahres". Der Pöppel als Signet der Spieleauszeichnung bekommt als Farbe dunkles Anthratzit.
![]() |
|
Jury-Sprecher Bernhard Löhlein präsentiert das Logo des neuen Spielepreises. Bild: Jury Spiel des Jahres |
Die Jury Spiel des Jahres e.V. führt wie berichtet einen dritten Hauptpreis ein, um anspruchsvolle Spiele zu würdigen. Er wird den Titel „Kennerspiel des Jahres“ tragen.
Die neue Auszeichnung ziert erstmals ab Ende Juni 2011 die Deckel von Spielekartons und kürt den "Gewinner unter allen nominierten Brettspielen mit höherem Anspruch", so die Jury in einer Aussendung.
Der Preis für Spielefans
Die etablierte Auszeichnung „Spiel des Jahres“ diene als Orientierungshilfe bei der Auswahl eines neuen Spiels und erleichtere die "grundsätzliche Kaufentscheidung": Die ausgezeichneten Spiele seien dabei "überwiegend leicht verständlich und auch für Anfänger bestens geeignet", zieht die Jury nun die Grenze: "Um den verschiedenen Spieltypen jeweils gerecht zu werden, entschieden die Kritiker, eine zusätzliche Kategorie einzuführen". Das "Kennerspiel des Jahres" soll vor allem denjenigen Menschen eine Orientierungshilfe bieten, die schon längere Zeit spielen und Erfahrung beim Erlernen neuer Spiele mitbringen. Damit seien aber nicht die "absoluten Profis" gemeint, sondern eher Menschen, die sich vom „Spiel des Jahres“ nicht mehr ausreichend gefordert fühlen, sagt Bernhard Löhlein, Sprecher des Verein Spiel des Jahres (siehe auch Spielwiese-Interview).
Preisvergabe mit System
Das Auswahlverfahren der nominierten Spiele bleibt auch beim neuen „Kennerspiel-Preis“ gleich. Alle Brettspiele, die in diesem und vorherigen Jahr auf dem Markt erschienen sind, werden durch eine unabhängige Fachjury vorselektiert und nun der jeweiligen Preiskategorie zugeteilt. Jeder einzelne Juror beschäftigt sich zunächst in seinen eigenen Spielrunden mit den verschiedenen Spielen und bewertet sie nach den vier verschiedenen Kriterien Spielidee, Regelgestaltung, Layout und Design.
Bis Anfang Mai wählen alle Kritiker jeweils 15 Spieltitel aus und bestimmen daraus ihre Vorschläge für die Nominierten, die im Rahmen einer gemeinsamen Klausurtagung diskutiert werden. Die Nominierungslisten werden am 23. Mai veröffentlicht. Am 27. Juni 2011 findet im Hotel Esplanade in Berlin der endgültige
Wahlgang statt. Die Ergebnisse aller Wahlen fallen mit einfacher Mehrheit. Im Anschluss gibt der Verein im Rahmen einer offiziellen Preisverleihung die Gewinner in den Kategorien „Kennerspiel des Jahres“ und „Spiel des Jahres“ bekannt. Das „Kinderspiel des Jahres“ wird am 25. Juli 2011 in Hamburg verliehen.
Ältere Meldungen zu diesem Thema:
|
|
|
|
spielwiese.at ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internet-Seiten |


