Die neueste Studie der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen bestätigt das Potenzial von Spielen in der aktuellen wirtschaftlichen Krisensituation.
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| Freizeitparks stehen in der jetzigen Situation besonders unter Druck: Die Deutschen sparen dabei mehr als der europäische Durchschnitt.
Bild: Legoland |
Wenn das Geld knapp wird, stellt sich die Frage neu, was im Leben wichtig ist und auf was gegebenenfalls verzichtet werden kann. Lediglich auf das "Mobiltelefonieren" (53 Prozent) und das auswärtige "Essengehen" (54) verzichten die meisten Europäer nicht. Dagegen schränken sich die Bürger vor allem im Kulturbereich zunehmend ein. So besuchte lediglich jeder fünfte Bürger in den letzten zwölf Monaten ein Theater und nur jeder Siebte leistete sich einen Konzert- (13), Museums- (14) oder Freizeitparkbesuch (16) – in Deutschland besuchten sogar nur 13 Prozent einen Freizeitpark. Auch für die Kinokarte (37), den Kurztrip von zwei bis vier Tagen (32) oder die Sportveranstaltung (18) gab kaum ein Europäer Geld aus.
Für häusliche Freizeitangebote wird dagegen deutlich eher Geld ausgeben. Dies geht aus der soeben veröffentlichten "Europastudie" der Stiftung für Zukunftsfragen hervor, in der zeitgleich 12.100 Personen ab 14 Jahre in den neun europäischen Ländern Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Russland, Spanien und der Schweiz repräsentativ nach ihren Zukunftserwartungen gefragt wurden. In ganz Europa erfreuen sich Zeitschriften (48 Prozent), CD/DVD (43%) oder Bücher (42) einer großen Beliebtheit. Die Erklärung von Studienautor Ulrich Reinhardt: "Der Bürger weiß nicht, wie viel Ausgabebereitschaft er sich noch leisten kann und wählt in Krisenzeiten eher kostengünstige Angebote für daheim aus". Das Freizeitangabot Spiele wurde dabei allerdings nicht explizit erhoben.
Finnen und Schweizer sind die konsumfreudigsten Europäer
Die Konsumausgaben in Europa vermitteln ein geteiltes Bild. In Finnland und auch der Schweiz achten die Bürger deutlich weniger auf ihre Ausgaben als im restlichen Europa. Beispielsweise sind drei Viertel der Finnen und Schweizer (jeweils 74 Prozent) regelmäßige Restaurantbesucher und drei von fünf Eidgenossen (61) sowie mehr als die Hälfte der Finnen unternehmen Tagesausflüge (52). Dagegen schränken sich die Bewohner Polens, Russlands und Italiens in allen Bereichen ein.
Deutsche überraschend sparsam
Im internationalen Vergleich zeigen sich die Deutschen überraschend sparsam: Lediglich für Restaurantbesuche (65), Zeitschriften (62) und Handykosten (55) gibt der Großteil der Bundesbürger Geld aus. "In Deutschland sind der Pessimismus und die Zukunftssorge besonders ausgeprägt. Wer viel hat, kann schließlich auch viel verlieren. Die Skepsis geht dabei vor allem von den Jungsenioren und Ruheständlern aus, die ihr Geld lieber sparen als ausgeben", so Reinhardt.
Die Studie "Wie die Europäer ihre Zukunft sehen – Antworten aus neun Ländern" von Ulrich Reinhardt/George T. Roos (Hrsg.) ist soeben im Buchhandel erschienen: Primus Verlag, ISBN 978-3-89678-802-3 (408 Seiten, 130 Grafiken/Tabellen). In der Veröffentlichung nehmen 20 Zukunftswissenschaftler Stellung zu den Erwartungen in neun verschiedenen Ländern.
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