Das unter dem Namen Schweinegrippe bekannte H1N1-Virus hat im Internet einen neuen Boom bei Browser-Spielen ausgelöst. In den verschiedensten erdenklichen Variationen erhalten Nutzer im virtuellen Raum die Gelegenheit, spielerisch gegen die Verbreitung des Virus vorzugehen.
Neben diversen Browser-Shootern nach Vorbild des einstigen Vorreiters "Moorhuhn" widmet sich etwa das "Endgame H1N1" im Kampf gegen die Pandemie einem von der Schweinegrippe ausgelösten Schreckensszenario. Der Großteil der Weltbevölkerung ist der Krankheit zum Opfer gefallen, weshalb sich die nur 500 Millionen Überlebenden unter der Führung der Weltgesundheitsorganisation gegen das mutierte Virus vereint, das Schweine zur dominanten Spezies auf dem Erdball macht. Im "Swinefighter" genannten Spiel sammeln die User in der Rolle eines Tierarztes Punkte, der mit einer großen Spritze grüne, infizierte Tiere impft, die sich auf einer Weltkarte bewegen.
Kontroversielle Debatte
Besonderen Zulauf vonseiten der Spieler scheinen hingegen jene Games zu genießen, in denen virtuell für eine weitere Ausbreitung der Grippe gekämpft wird. Während "Sneeze" noch die Übertragung der Viren auf andere Menschen durch ungeniertes Niesen vorsieht, kann der User das in zwei Teilen verfügbare Browser-Game "Pandemic" nutzen, um einen selbst kreierten Virus in der Welt zu verbreiten. Im "Pig Blaster" sind die Schweine in einem Evolutionssprung bereits mutiert und verbreiten die Krankheit fliegend aus der Luft.Die mit unterschiedlich hohem Aufwand in punkto Grafik und Soundeffekte gestalteten Spiele haben bereits eine Debatte im Web ausgelöst. Während die Games einerseits als "geschmacklos" bezeichnet werden, sehen ihre Fürsprecher darin kreative und unterhaltsame Möglichkeiten, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Aller Hysterie zum Trotz haben die Spieler zumindest im virtuellen Raum schon wirksame Mittel gegen die Panik vor einer Pandemie gefunden.
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… eine schöne Abwechslung zum stressigen Alltag.