"Ravensburger steckt in einer schwierigen Situation", schreibt das deutsche "Handelslatt" in seiner aktuellen Ausgabe. Es sind turbulente Zeiten. Gegenüber der Wirtschaftszeitung spricht Konzernchef Karsten Schmidt (Bild) mehrere Unsicherheitsfaktoren an.
Die Insolvenzen großer Händler machen Ravensburger zu schaffen – und nicht nur den Oberschwaben. Sie sind in dem Artikel nur Stellvertreter für alle Markenartikler. Sollten die Händler nicht mehr zahlen, bliebe Ravensburger auf den Rechnungen sitzen. Das betreffe laut Schmidt auch bekannte Namen des Spielwarenhandels, wird er im "Handelsblatt" zitiert.
Mit Woolworth habe Ravensburger in England bereits seinen wichtigsten Abnehmer verloren. Auch in Deutschland sei die Lage angespannt. Vor allem die Insolvenz des Handelskonzerns Arcandor (Quelle) belaste den schwäbischen Spieleverlag. Dessen Kaufhaustochter Karstadt ist ein wichtiger Vertriebskanal. Muss auch Karstadt die Türen schließen, drohe nach Ansicht von Schmidt der dauerhafte Verlust wertvoller Regalflächen für die Spielwarenhersteller. Auch zahlreiche andere große Spielwarenhändler kämpfen mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten.
Nur fünf Prozent Rückgang
Ravensburger-Chef Schmidt sei angesichts der stürmischen Zeiten im Handel froh, dass der Umsatz des Unternehmens bis jetzt nur um knapp fünf Prozent zurückgegangen ist. Zudem verspricht er für das gesamte Jahr einen Gewinn, der weniger stark fallen werde als die Einnahmen. Trotz Flaute stehe Ravensburger aber auf einem soliden Fundament. Die Aktiengesellschaft in Familienbesitz hat keine Schulden.
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