
Welches behält die Nase vorne? Der Streit um die Online-Version von Scrabble© geht jedenfalls in eine neue Runde. Schon im Januar hatten die beiden Rechteinhaber Mattel und Hasbro rechtliche Schritte gegen das unlizenzierte Spiel "Scrabulous", das auf Facebook integriert und dort äußerst beliebt ist, angedroht. Jetzt versucht Mattel mit einer offiziellen Online Version dem Gegner das Wasser abzugraben – nur: nicht jeder kann sie spielen …
Inzwischen hat RealNetworks – die Firma, bekannt vor allem durch ihren Real-Player und mittlerweile ebenfalls an den Lizenzen beteiligt – gemeinsam mit Mattel eine eigene "offizielle" Online-Version des Spiels auf der Social-Networking-Plattform gestartet. Damit soll Scrabulous endgültig der Garaus gemacht werden. Allerdings ist diese rechtmäßige Version aufgrund der komplizierten Rechteverteilung nicht für alle im Internet verfügbar.
Die Welt ist zweigeteilt
Während Hasbro die Scrabble-Rechte in den USA und Kanada hält, ist Mattel im Rest der Welt in Besitz der Lizenzen. Zwar hat auch Hasbro einen Vertrag mit RealNetworks zur Umsetzung eines Scrabble-Onlinespiels geschlossen, unterhält aber gleichzeitig ähnliche Partnerschaften mit Electronic Arts, weshalb das legale Facebook-Scrabble in Nordamerika nicht genutzt werden kann. Die User in den USA und Kanada spielen somit weiterhin das inoffizielle Scrabulous und zeigen sich verwirrt von der komplizierten Copyright-Aufteilung.
Die lizenzierte Version verzeichnet nun täglich im Durchschnitt 2436 Nutzer, während Scrabulous es auf die beachtliche Zahl von 629.256 User schafft. Viele Facebook-Mitglieder haben am offiziellen Scrabble inzwischen auch kritisiert, dass es weitaus nicht so toll zu spielen sei wie die verpönte Kopie. Andere wiederum lehnen es ab, weil sie Freunde in Übersee haben und nicht gemeinsam mit diesen online spielen können.
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