
Nichts ist auf Dauer von Bestand. Da macht die Spielebranche keine Ausnahme. Mit dem Jahreswechsel haben sich mehrere Hersteller verabschiedet und neue sind gekommen. Ein kurzer Überblick.
Der interessanteste Neuzugang ist zweifelsohne Public Solution. Die Spielwiese hat schon mehrfach über die ehrgeizigen Pläne der Sachsen berichtet. Nähere Details zum Preis und wann die Spiele im Handel verfügbar sind, in Kürze.
Ganz anders und traditionell geht es der Tessloff Verlag an, der vor allem durch seine Was ist was-Bücher bekannt ist. Dazu gibt es jetzt Kinderspiele. Als Autor wurde, wie ebenfalls berichtet, Reiner Knizia gewonnen. Die Quiz- und Memospiele sind von der gestalterischen Qualität her durch die Bank hochklassig, bei der Wahl des Grafikers hat der Buchverlag ein glückliches Händchen bewiesen. Der spielerische Anspruch ist der Altersgruppe – vier bis zehn Jahre – angepasst.
Mehrere streichen die Segel
Die Abgänge aus der Spieleszene werden an der breiten Masse vorbei gehen, so wie schon ihr Einstieg kaum Wellen geschlagen hat. Da wäre zum Beispiel Heros, Hersteller der Holzbausteine in der Waschmaschinentrommel. Ab 2000 kam ein gutes Dutzend Regelspiele von durchaus bekannten Autoren auf den Markt, zuletzt vor zwei Jahren das Spiel Biberburgen. Der Produzent besinnt sich nun wieder auf seine Kernkompetenzen, wie das wirtschaftstechnisch so schön heißt, und hat sein Spieleprogramm aufgegeben.
Auch Bandai, der 2006 wieder Aktionsspiele für Kinder ins Programm aufgenommen hatte, konzentriert sich nunmehr wieder voll und ganz auf Spielzeug. Für Spielehistoriker: Unter der Marke Bandai Huki hatte sich Anfang der 90er-Jahre erstmals jenes Team um Klaus Teuber, Reiner Müller und Fritz Gruber mit teilweise tollen Brettspielen zusammengefunden, das später für den Einstieg von Goldsieber und heute für das Spieleprogramm von Kosmos verantwortlich zeichnet.
Plastwood, Hersteller des erfolgreichen Geomag-Magnetsystems, hat zwar nebenbei nur ein Brettspiel produziert, nämlich CatchMag, aber auch das ist jetzt endgültig aus dem Sortiment gestrichen.
Auch bei MGA Entertainment (der Konzernschwester der Zapf-Puppen) ist man daraufegekommen, dass klassische Spiele nicht so recht ins Programm passen. Achtung, Hai-Alarm! ist deshalb nach ganz kurzer Zeit (vorgestellt wurden es vor einem Jahr in Nürnberg) wieder in der Versenkung verschwunden.

… möglichst viel lachen können und Spaß haben nach einem guten Essen und bei einem Glas Rotwein.