Sie gehören zu den fixen Größen im Portfolio der großen Spieleverlage: Zauberkästen. Auch hinter ihnen – von Otto Normalspielern aber so gut wie nie beachtet – stehen Autoren. Solche, für die Zaubern Beruf oder Berufung ist. Bei Martin Michalski war beides der Fall. Und er war einer der Großen seiner Zunft. Diese Woche ist er, wie Ravensburger mitteilte, 81-jährig verstorben. Bei Ravensburger waren im Laufe der letzten Jahrzehnte rund 50 "Zauberspiele" bzw. Zauberkästen erschienen. Auch in anderen Verlagen kamen zahlreiche Bücher zum Thema von ihm heraus. Unzähligen Kinder erlernten damit durch "Magic Martin" Tricks.
Vor drei Jahren war Michalski für sein Lebenswerk mit dem Ludwig-Döbler-Award ausgezeichnet worden, einem hoch angesehenen internationalen Preis in der Magierszene. Eine Auszeichnung von vielen, so wählte ihn der Magische Zirkel Deutschlands unter anderem zum "Schriftsteller des Jahres".
Im Alter von zehn Jahren hatte Martin Michalski mit dem Zaubern angefangen. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem er ein Bein verlor, begann er 1947 mit der Verlagsarbeit bei Ravensburger – neben seinem Hauptberuf als Turbinen-Ingenieur bei Escher Wyss.

