
Tag 2 der Internationalen Spielwarenmesse in Nürberg. Es bestätigt sich der erste Eindruck, dass diesem Spielzeugjahrgang der echte Knüller fehlt. Selbst beim Einfluss von Hollywood, der die vergangenen Jahre immer stärker wurde, gibt es dieses Jahr kein klares Bild. Fix ist nur: Harry Potter ist trotz neuem Buch und neuem Film 2007 für die Spielwarenbranche kein Thema.
Die Filmindustrie verspricht natürlich eine ganze Reihe an Kassenschlagern für dieses Jahr. Doch die Spielwarenproduzenten - in ihrer Rolle als Lizenznehmer der Charaktere, Assecoires etc. - sind in diesem Jahr auffallend zurückhaltend.
Wie gewohnt, sind in Nürnberg schon Ausschnitte von Filmen zu sehen, die erst im Frühling oder Sommer in die Kinos kommen. Wenn denn die Themen sich für die Spielwarenindustrie anbieten, und damit Lust auf das Ordern von Spielzeug gemacht werden kann. Obwohl sich mehrere Produktionen dafür anböten, tauchen auf der Spielwarenmesse in Nürnberg eigentlich nur zwei Filme in Form von Lizenzspielzeug oder Spielen mit dem Lizenzthema an mehreren Ständen auf: Die jeweils dritten Teile von Spiderman und Shrek.
Zwei andere prognostizierte Kinohits sind Sonderfälle: Der Spielberg-Film "Transformers" ist nur für Hasbro ein Thema, weil hier erstmals eine reale Spielzeugmarke, eben die "Transformers" von Hasbro, von Hollywood zum Titelträger einer Großproduktion (145 Millionen Dollar!) mutierten. Normalerweise ist es ja umgekehrt.
Erstaunlicherweise gibt es in Nürnberg so gut wie nichts zum siebten Buch und vierten FIlm über Zauberlehrling Harry Potter zu bestellen. Als Spiele gibt es nach derzeitigem Stand nur zwei Dinge:
- Mattel bringt sein DVD-Spiel Harry Potter Scene it? aktualisiert mit Ausschnitten aus dem neuen Film als "2nd Edition" auf den Markt
- beim tschechischen Verlag Betexas kommt eine Sammlung mit drei Harry-Potter-Spielen in einer Schachtel.
Der Grund ist, dass die Spielwarenindustrie und vor allem der Handel mit den Merchandisingartikeln rund um den Zauberlehrling derart schlechte Erfahrungen gemacht haben, dass sie die Finger davon lassen. Echte Potter-Fans begnügen sich offenbar mit den Bildern auf der Leinwand bzw. im Kopf und lassen sich nicht jeden Merchandising-Dreck aufzwingen. Sind Buchleser demnach wirklich die intelligenteren Wesen?
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Internationale Spielwarenmesse
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