
Der Gamingmarkt in Deutschland legt weiterhin kräftig zu. Dabei ist in höchstem Maße interessant, auf welche Art von Spielen die Gamer derzeit scharf sind.
Wie aktuelle Erhebungen von media control zeigen, stieg der Absatz von Konsolen-Software im Beobachtungszeitraum um 27,18 Prozent. Der Umsatz kletterte um 21,92 Prozent nach oben. Vor allem populäre Games für Nintendo DS waren im vergangenen Quartal für das Wachstum Ausschlag gebend. Aber auch Software für die neue XBox 360 und die Playstation Portable verkauften sich hervorragend.
"Die Spiele sprechen längst nicht nur mehr Teenager an, sondern finden zunehmend Anklang bei älteren Menschen. Das Durchschnittsalter eines Gamers liegt derzeit bei 29 Jahre", erklärt Katharina Herminghaus, Referentin für Recht und Jugendschutz beim Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU). Die Branche richte sich demnach auch immer mehr auf ältere Leute aus und setze auf die Entwicklung Generations-übergreifender Spiele.
Im dritten Quartal dieses Jahres gab es einen besonderen Boom bei Denkspielen auf dem Handheld Nintendo DS. Beliebte Games waren etwa"Dr. Kawashimas Gehirnjogging" oder "Big Brain Academy" sowie"Nintendogs" und "Animal Crossing a Wild World". Während im Vergleichszeitraum 2005 Simulationen und Denkspiele noch eine eher untergeordnete Rolle spielten, sind sie derzeit die meistgefragten Games. Diese Entwicklung zeigt sich auch bei den Genre-Anteilen aller Konsolen. Hier erzielten Denkspiele im dritten Quartal einen Anteil von 4,82 Prozent. Im Vorjahr waren es hingegen nur 0,25 Prozent.
Das Wachstum auf dem PC-Markt schreitet ebenfalls voran. Die Steigerungsrate im vergangenen Quartal beläuft sich auf 2,09 Prozent beim Umsatz sowie 5,9 Prozent bei der Verkaufsmenge. Im PC-Bereich sind besonders die Online-Spiele immer stärker im Kommen. Rollenspiel-Klassiker wie "World of Warcraft" erfreuen sichallerhöchster Beliebtheit. Das Online-Game war im dritten Quartal das meistverkaufte Spiel überhaupt. Künftig sei auch immer mehr die Kreativität des Users gefragt, meint Herminghaus. "Consumer-gernerated-Content legt deutlich zu. Es werden Spiele auf den Markt kommen, wo der Nutzer die Möglichkeit hat, seine eigenen Inhalte zu kreieren", so Herminghaus.

