Eins von sieben
7. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, Zweistromland, Babylon, ein König namens Nebukadnezar II. Der will seiner Gattin einen prächtigen Garten errichten.
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Nr. 1663: Die hängenden Gärten | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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Die gute Nachricht
eignet sich hervorragend zu dritt!
Die schlechte Nachricht
Mit Grüblern am Tisch kann es dauern
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| In jeder Runde suchen sich die Spieler aus den zwölf Kärtchen in der Tischmitte (links) eines auch, um damit ihren Garten auszubauen (rechts).
Bild: Piatnik |
Rein ins Spiel!
Die sieben Weltwunder der Antike. Nimmt man das heute noch im Unterricht durch? Die hängenden Gärten der Semiramis, um die es in diesem Spiel geht, zählten dazu. Man darf sie sich durchaus bildhaft vorstellen, und das hat auch Illustrator und Grafiker Miguel Coimbra gut gemacht: Vier Terrassen – im Spiel die Reihen – führen zum Palast des Königs. Je weiter man hinauf kommt, umso größer und wertvoller werden die versprochenen Belohnungen, weil der König umso zufriedener sei.
Der Haken dabei: Je weiter man oben ist, umso teurer wird es, umso mehr Werkzeuge müssen abgeliefert werden. Aber das war ja zu erwarten.
Werfen wir einen Blick auf die Ausgangslage einer der vier Runden. Vor uns liegt der Palast mit den schon erwähnten vier auf Gewölben ruhenden Terrassen, angeordnet in drei Spalten. Vier mal drei macht zwölf … so viele quadratische Kärtchen liegen zufällig aus. Bist du an der Reihe, musst du dich für eine der drei Spalten entscheiden und daraus ein Kärtchen wählen = nehmen und eventuell eben mit Werkzeugen bezahlen. Unter jeder Spalte haben genau so viele Gärtner-Figuren einen Platz, wie Spieler im Spiel sind. Jeder Spieler hat für jede Runde drei Gärtner zur Verfügung. Sind unter einer Spalte alle Plätze bereits besetzt, musst du dir woanders etwas aussuchen. Das ist ein wesentliches taktisches Element bei Die hängenden Gärten, denn es gilt immer abzuwägen, was mir oder anderen nützlich sein könnte. Wird ein Kärtchen aus der Spalte entfernt, kommt durch Nachrücken von oben ein neues dazu.
Doch was ist eigentlich auf den Kärtchen und was und wie sammle ich eigentlich? Wie im antiken Vorbild, wo die Gewölbe laut Überlieferungen angeblich mit allerlei schönen und nützlichen Dingen gefüllt waren. So auch hier, zum Beispiel Gehege mit exotischen Tieren und seltenen Baumarten, wobei die einzelnen Elemente noch durch verschiedene Blumen umrankt sind. Ums kurz zu machen: Mit den von dir genommenen Kärtchen legst du dir pyramidenförmig deine eigenen „Hängenden Gärten“, die umso mehr Punkte wert sind, je besser du bestimmte Bedingungen erfüllst. Beispielsweise zusammenhängende Blumen und Baumkombinationen oder bestimmte Tiere auf bestimmten Ebenen deiner Pyramide. Deine Pyramide steht sinnbildlich für deinen Verschönerungsvorschlag, den du dem König unterbreitest. Wer bestimmte Ziele vor den anderen erreicht, wird von ihm noch mit Boni belohnt.
Nichts, was wir nicht schon gesehen hätten. Doch wieder einmal bestätigt sich, dass der richtige Mix aus Mechanismen, Thema und Gestaltung auch Bewährtes zu attraktivieren vermag.
Die 30 Minuten, die das Spiel angeblich dauern soll, sind allerdings klar untertrieben – zumindest bei drei und vier Spielern. Weil einer oder eine braucht immer länger zum Überlegen. Doch auch mit einer Dreiviertelstunde Kärtchen legen sind Familien angenehm ruhig versorgt.
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Nochmals spielen? Schon. |
Rund ums Spiel
Das Rezensionsexemplar wurde von Piatnik zur Verfügung gestellt |




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