
Nein, hauptberuflicher Spieleerfinder will er gar nicht werden. Darin sähe Rüdiger Dorn die Gefahr zu großer Abhängigkeit. Dass er Spiele erfinden müsste, die er gar nicht möchte.
Spiele zu erfinden sei ein Hobby, dem er neben seinem Beruf als Lehrer für BWL und Rechnungswesen an einer Wirtschaftsschule nachgeht. Mit seiner Frau Maja und den drei Kindern lebt er in einem 1500-Seelen-Dorf in Franken. Dort habe man seine Ruhe. "Dorn ist ein Stubenhocker, der anderen Stubenhockern das Stubenhocken versüßt", schrieb die "Süddeutsche Zeitung".
Nicht alle, aber doch ein paar seiner Spiele haben indirekt mit seinem Beruf zu tun. Da wäre das etwa das grandiose Handelsspiel Jambo, für das er das erste Mal zum Spiel des Jahres nominiert worden war. 2007 stand Die Baumeister von Arkadia auf der Nominierungsliste und Jetzt schlägt's 13 auf der Empfehlungsliste. Drei ganz unterschiedliche Spiele, die klar machen, wie ernst es Rüdiger Dorn auch mit dem eingangs Gesagten ist.
Er ist in vielen Genres zuhause: Anspruchsvolles wie Die Händler von Genua bei Alea (Neuauflage als Genoa bei Filosofia), klassisches Familienspiel wie Karuba bei Haba oder My Farm Shop bei Pegasus, leichte Kinderkost wie Zauberberg bei Ravensburger oder Los Mampfos bei Zoch, oder auch Kartenspiele wie Gargon bei Amigo.
2014 gewinnt Rüdiger Dorn für Istanbul die Auszeichnung Kennerspiel des Jahres. 2017 kommt davon eine einfachere Variante Istanbul – Das Würfelspiel heraus. Für das Spiel Luxor holt sich Dorn 2018 bereits die neunte Nominierung für eine Auszeichnung der Spiel-des-Jahres-Jury.
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