
Der 1924 in Höxter geborene Rudi Hoffmann zählt zu Deutschlands renommiertesten, zugleich auch "unbekanntesten" Spieleautoren. Zwei Gründe sind dafür ausschlaggebend. Seine teilweise großartigen Spiele erfand Hoffmann in einer Zeit, als noch selten der Autorenname auf einer Schachtel aufschien, später hinderte ihn seine angeschlagene Gesundheit auch körperlich ins Rampenlicht zu treten. Rudi Hoffmann starb am 18. Juli 2008.
Es ist den Verlagen Kosmos und Amigo zu danken, dass mehrere Spiele Hoffmanns zu neuen Ehren gekommen sind. Allen voran Halali!, das ehemalige Jag und schlag aus dem Jahr 1973, damals bei Spear erschienen. Ebenso sind Ogallala und Petri Heil! Neuauflagen aus den Siebzigern. Ähnlich wie die Spiele von Alex Randolph zeichnen sich auch Hoffmanns Werke stets durch ein ironisches Augenzwinkern aus.
Hoffmanns bekanntestes und erfolgreichstes Spiel ist Café International. Es wurde 1989 zum Spiel des Jahres gekürt. Im selben Jahr lieferte es sich ein internes Duell mit dem sehr ähnlich aufgebauten Maestro von Hans im Glück.
Nach dem Studium an der Kunstakademie Karlsruhe arbeitete Rudi Hoffmann unter anderem als Buchautor und Keramiker. Als Spieleautor hatte er 1964 begonnen. Dabei waren ihm seine Kenntnisse aus dem Grafikerberuf von Nutzen. Mehrere Spiele tragen auch seine illustrative Handschrift, beispielsweise Heuchel und Meuchel.
Sohn Guido ist übrigens in Vaters Fußstapfen getreten. Auch er ist Grafiker und verbindet diese Fähigkeiten mit dem Erfinden von Spielen, unter anderem Akaba und Der schwarze Pirat.
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