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Spielwiese-Test 1365: Micro Macro Crime City

Das Kleingedruckte

Allein oder im Team Kriminalfälle lösen. Das gefällt vielen. Aber so wie bei diesem Spiel hat’s noch keiner gemacht.

 

Nr. 1365: Micro Macro Crime City | Spielwiese-Code  |  | E | 8 |  |


2020: Edition Spielwiese/Pegasus

 Was ist's? 
  • Kooperatives Deduktionssspiel für 1 und mehrere Spieler ab 8 Jahre
  • Autor: Johannes Sich
  • Grafik: Daniel Goll, Tobias Jochinke, Johannes Sich
  • Spieldauer: 15 und mehr Minuten, abhängig von der Anzahl der Fälle, die man spielt
  • Verlag: Edition Spielwiese/Pegasus
  • ca.-Preis: 25,– €

 Für wen?  

  • Rätselfreunde

 Was braucht's?  

  • Gutes Licht, scharfe Augen und Kombinationsgabe

 

 
  Für das Deduktionsspiel braucht es Platz, damit sich die Spieler gemeinsam über das Wimmelbild beugen und nach den hilfreichen Details suchen können.  

Bild: spielwiese.at

   

 Die gute Nachricht  

Es bringt einmal etwas ganz anderes auf den Spieltisch

 Die schlechte Nachricht  

Bis dato keine gefunden


 Rein ins Spiel!  

Der Spielplan ist 0,75 x 1,1 Meter groß und ein Wimmelbild einer Stadt mit vielen Gebäuden und Straßen und noch mehr Menschen. Nein, da hat niemand die Farbe vergessen. Der Spielplan ist bewusst schwarz-weiß, weil’s damit noch ein wenig schwieriger wird. Klar, günstiger ist es auch. Aber so vermittelt es auch mehr Atmosphäre.

Was ist zu tun? Wir versuchen leichte und schwere Verbrechen aufzuklären, die in der Stadt passiert sind. Es sind insgesamt 16. Micro Macro Crime City ist eine Mischung aus Such- und Deduktionsspiel.

Einer spielt den Kommissar, der die Fallkarten verwaltet. Beim Fall „Banküberfall“ lautet der Hinweis auf der ersten Karte: „Im Nordwesten der Stadt, neben dem Gebrauchtwarenhändler, wurde eine Bank überfallen. Die Täter befinden sich auf der Flucht.“ Alle beugen sich über den Tisch und suchen die Bank auf dem Wimmelbild bzw. den Gebrauchtwagenhändler daneben. Ist das die überfallene Bank? Ziemlich sicher, denn durchs Schaufenster sieht man zwei maskierte Gestalten mit gezückten Pistolen. Der Kommissar, der sich auch aktiv an der Lösung des Falls beteiligen kann, dreht die Fallkarte um und vergleicht den Bildausschnitt. Zusätzlich sind auch nicht Koordinaten des Wimmelsbilds vermerkt. Da kann nichts schiefgehen.

Die Kartenrückseite verrät Details, die wichtig sind, um die nächste Aufgabe zu lösen: „Wo haben sie ihre Masken abgelegt?“ Alle suchen nach den Masken. Müssen ja irgendwo in der Nähe sein …

So geht es weiter, bis der Fall gelöst ist. In diesem Fall mit dem Auffinden der Beute. Das Spielprinzip ist schnell verstanden. Schnell gelöst sind die Fälle nicht zwangsläufig. Einige sind ganz schön verzwickt. Die Spieler müssen buchstäblich kleine Details in den Hinweisen beachten und sich ziemlich konzentrieren. Nur so viel sei beispielhaft zum Fall „Banküberfall“ verraten: Da geht es unter anderem auch darum, die Fluchtroute nachzuvollziehen, will hießen: Das Räuberpärchen kommt an verschiedenen Orten des Wimmelbildes vor und wenn sie im Auto unterwegs sind, dann gilt es auch den logischen Verkehrsfluss zu beachten, um ihm auf die Spur zu kommen.

Netterweise hat der Verlag die 16 Fälle mit mehr oder wenigen Sternchen versehen, die den Schwierigkeitsgrad kennzeichnen. Man muss sie also nicht der Reihe nach durchspielen. Das wäre für einen Abend auch zu ermüdend, ehrlich gesagt. Auch wenn dem Spiel dankenswerterweise eine Lupe beigelegt ist. Die Figuren und Details sind nämlich verdammt klein! Ob man das Wimmelbild lieber auf den Tisch legt oder, wie die richtigen Kommissare im Fernsehen, an die Wand heftet, ist Geschmacksache.

Die Idee zu dieser Art Spiel ist so simpel, aber neu, dass der Verlag mehrere Jahre lang höchste Geheimstufe angeordnet hatte. Denn sie lässt sich leicht plagiieren. Umso schöner das Resultat des Originals. Man merkt den Fällen und der Umsetzung an, dass da viel Hirnschmalz und die ganze Kunst der Illustration hineingesteckt werden musste.

Ein guter Aufwärmer

Micro Macro Crime City ist ein idealer Start in einen Spieleabend, um warm zu werden oder Menschen, die nicht so oft spielen, eine überraschende Facette zu zeigen, die Spielen bietet. Locker und dennoch mit Tiefe. Wir hatten großen Spaß dabei, die unterschiedlichen Herausforderungen dieses Spielprinzips zu bewältigen, verstehen nur eines nicht. Es sei für 1 bis 4 Personen gedacht. Warum nicht mehr? Ist Platz vorhanden, dann funktioniert es auch zu fünft oder sechst im Team.

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 Nochmals spielen?  

Ja. Um alle 16 Fälle durchzuspielen, kann man getrost drei oder vier Zusammenkünfte veranschlagen. Es müssen ja nicht immer dieselben Spieler sein. Und wer einen Fall schon kennt, der spielt eben den Kommissar und hält sich ansonsten zurück.

 Rund ums Spiel  

Das Rezensionsexemplar wurde von Pegasus zur Verfügung gestellt

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