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Spielwiese-Test 1183: Gum Gum Machine

Schalten und gewaltet werden

Einen sehr zwiespältigen Eindruck hinterlässt Gum Gum Machine.

 

 Nr. 1183: Gum Gum Machine  Spielwiese-Code  |     |  E  |  8  |     | 


2015: Huch

 Was ist's? 

  • Sammelspiel für 2 bis 4 Spieler ab 8 Jahre
  • Autor: Stefan Dorra, Ralf zur Linde
  • Grafik: Michael Menzel
  • Spieldauer: 30-40 Minuten
  • Verlag: Huch
  • ca.-Preis: 36,– €

 Für wen? 

  • Absolut nur für Ab-und-an-Spieler.

 Was braucht's? 

  • Das bleibt die Frage!

 

 
 

Das Innenleben der Gum Gum Machine ist faszinierend. Auf den ersten Blick. Wird losgespielt, merkt man sehr rasch, dass die Maschine mit einem spielt und nicht umgekehrt.      

Bild: Huch and friends

   

 Die gute Nachricht 

Ein Spiel wie eine Maschine – guter Gedanke. Aber sehr viel Luft nach oben!

 Die schlechte Nachricht 

Das tolle Material und die (angeblich) vielen Möglichkeiten der Maschine täuschen darüber hinweg, dass nicht viel an Spielidee dahintersteckt.


 

 Rein ins Spiel!  

Wir hätten vorgewarnt sein müssen. Hinter einem so infantilen Namen kann nichts Ernsthaftes stecken. Eine der Testrunden wollte denn auch schon nach zehn Minuten die Segel streichen, das Spiel wegen Anspruchslosigkeit abbrechen, spielte es dann aber doch durch. Am Verdikt der Gruppe änderte sich dadurch nichts.

Gum Gum Machine ist völlig zufallsgesteuert. Naja, fast. Die Spieler haben schon die Möglichkeit auszuwählen, wo in der Maschine sie ihren Zug ansetzen. Aber es läuft immer wieder aufs Selbe hinaus: Man sammelt Steine, diese Gums, überspringt welche und landet bei einem von mehreren Zufallsgeneratoren. Solcherart gesammelte und gestapelte Gums unterschiedlicher Farben ergeben ein Gum Gum, wofür es Punkte gibt.

Auf Menschen, die nicht weit über Mensch ärgere Dich nicht hinausgekommen sind (was keinesfalls kein Muss darstellt!), mag das Befriedigung ausüben. Ihnen, nur ihnen, verdankt der Spielwiese-Test einen dritten Punkt. Sie überzeugt und fasziniert das opulente Innenleben dier Maschine, und es erfreut, wenn Mitspielern sich im eingeschlagenen Weg irren. Schadenfreude zählt zu den legitimen Zusatzstoffen des Gesellschaftsspiels.

Spieler, die mehr erwarten, wenden sich allerdings nach dem ersten Mal frustriert ab.

Und man erwartet mehr!!! Das Spielmaterial ist eine Augenweide, die Maschine prachtvoll und überreich an wohlüberlegten Details*). Da kann man für jedes Spiel die Indikatoren wechseln, hebt dazu ein dickes Kartonteil an und legt ein anderes Maschinenelement mit anderer Symbolanreihung darunter, legt Schalter um, dreht hier was und dort was … Am Ende bleibt doch Zufall, wer wie von Gum Gum Machine gespielt wird.  



*) ein wichtiges Detail wurde allerdings völlig verhaut. Die netten Zahnräder, die zum Punktezählen dienen, sind größer als die Felder der Zählleiste. Das hätte bei dem hier getriebenen Aufwand für das Spiel nicht übersehen werden dürfen. Ärgerlich.

 

 Nochmals spielen? 

Als Gelegenheitsspieler: Nein. Schon gar nicht, wer einen gewissen spielerischen Anspruch stellt. Wer nur alle heiligen Zeiten spielt, für den ist Gum Gum Machine ein netter Zeitvertreib und wird vom Spielbrett und all den Maschinenteilen beeindruckt bleiben. 

 Rund ums Spiel 

  • Von den beiden Autoren, sowohl einzeln als auch als Duo, ist man Besseres gewohnt. Nur ein paar Beispiele: Finca, Stichling, Eselsbrücke, Hick Hack in Gackelwack, Alles im Eimer
  • Auszeichnungen: Graf Ludo Familie Auswahlliste 2016, Spielehit mit Freunden 2016

Das Rezensionsexemplar wurde von Huch zur Verfügung gestellt

 

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