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Spielwiese-Test 305: Medici

Florierendes bei den Florentinern

Abacus hat ein älteres Amigo-Spiel von Reiner Knizia neu aufgelegt: Die Rolle des Auktionators bringt hier einen großen Vorteil – deshalb geht sie auch reihum.

 

Medici neu in der gemeinsamen Ausgabe des deutschen Abacus-Verlages und der amerikanischen Rio Grande Games.

Foto: Abacus

Zum Vergleich das Spielbrett der alten Ausgabe.

Foto: Amigo

 

 Mit 40 fängt das "Leben" an. Als Startkapital stehen den Spielern so viele Geldeinheiten zur Verfügung (bei fünf oder sechs Spielern reichen 30). Bei Medici muss man in nur drei Runden sein Vermögen soweit anhäufen, dass man am Ende mit dem meisten Geld als Sieger hervorgeht.

Fünf Waren, die zur Blütezeit der Medici in Florenz – daher der Name – von besonderem Wert waren, stehen für die Spieler als Spekulationsobjekte bereit. Der Startspieler zieht aus einem schwarzen Sack (bei der alten Ausgabe war es einfach ein verdeckter Kartenstapel) eine oder mehrere dieser Warenplättchen auf, die die Handelswaren zeigen, und verkauft sie im Paket an den Meistbietenden. Jeder Spieler darf nur ein Gebot abgeben: Er kann das seines Vordermannes überbieten (es fängt immer jener an, der links vom Startspieler sitzt) oder passen. Das letzte Gebot hat damit der Startspieler. Wer den Zuschlag erhält, nimmt alle versteigerten Warenplättchen und legt sie in den fünf Laderäumen seines Handelsschiffes ab und zieht den Zählstein auf einer Vermögensskala der Kaufsumme entsprechend zurück.

Etwas gemein - und typisch für den Autor Reiner Knizia – ist, dass kein Spieler mehr als fünf Warenplättchen besitzen darf: Sind seine Laderäume voll, ist er für diese Phase aus dem Spiel! Anders gesagt: Werden in einer Runde so viele Waren angeboten, dass er bei einem Zuschlag mehr als fünf Warenplättchen in seinem Schiff hätte, muss er passen. Er darf nicht mitbieten, da die Waren immer im Paket versteigert werden. Ein Spieler mit einem vollen Schiff darf selbst auch keine Angebote mehr zusammenstellen und versteigern!

Versteigert wird solange, bis alle bis auf einen Spieler fünf Waren erworben haben. Das geht insgesamt dreimal bis zum Spielende - so genannte Tage.

Zwei Wertungen in allen drei Phasen

Die Abrechnung erfolgt folgendermaßen: jedes Warenplättchen hat einen bestimmten Wert, jeder addiert seine Schiffsladung. Wer die höchste Summer hat, erhält am meisten neues Geld, der zweite weniger usw. Ein Spieler, der mit dem niedrigsten Wert, geht immer leer aus.
 

  

Das Spiel war ursprünglich In der Spielesammlung Neue Spiele aus dem Alten Rom von Piatnik (1994) als Mercator enthalten. Mit Medici schaffte es Autor Reiner Knizia 1995 zum vierten Mal (nach Tutanchamon, Quo vadis? und Modern Art) auf die Auswahlliste zum Spiel des Jahres.

 

Eine zweite Wertung wird auf den fünf treppenförmigen Marktständen (bei Amigo hießen sie noch Kontore) vollzogen, an denen immer nur eine bestimmte Warenart "gehandelt" wird. Jeder Spieler ist mit einem separaten Stein an allen Marktständen vertreten und zieht ihn für jede einzelne dieser Waren, die er an diesem "Tag" ersteigern konnte, eine Stufe höher. Wer jetzt an einem Marktstand an der Spitze liegt, darf auf der "Geldskala" zehn Einheiten vorrücken, der Zweite wird um fünf Einheiten reicher.

Fazit

Einfluss nimmt man am besten dadurch, wenn man als Auktionator so viele Warenplättchen aufdeckt, dass man selbst, aber andere nicht mehr mitsteigern können. Nur kann das in die Hose gehen, weil ich ja nicht weiß, was ich aus dem Sack ziehe ...

Also: Sowohl beim Ersteigern als auch beim Versteigern muss man auf der Hut sein, weil verschiedene Ebenen gleichzeitig beachtet werden müssen. Jedes Warenplättchen hat einen anderen Wert, habe ich überhaupt Platz auf meinem Schiff?, spekuliere ich auf mehrere gleiche Waren, um an den Marktständen lukrative Boni zu sichern? Und: Wie interessant sind die einzelnen Angebote für die Mitspieler?

Das macht in Summe aus Medici eine im Grunde nach simple Sache, die man von den Regeln her rasch begriffen hat, aber Anhänger von Versteigerungsspielen viel Spaß und Nervenkitzel bereitet.

 

 Nr. 305: Medici

 

Spielwiese-Code  |   | E | 9 |

2007: Rio Grande Games/Abacus


1995 Amigo
1994 Piatnik (als Mercator)

 

  • Versteigerungsspiel für 3 bis 6 Spieler ab 10 Jahre
  • Autor: Reiner Knizia
  • Verlag: Abacus/Rio Grande
  • ca.-Preis: 35.– €

   Themen: Adel, Handel

      Preis-Leistungsverhältnis   
      Spielmaterial 
      Wiederspielreiz 
      Anspruch
      Glücksanteil

  • Zielgruppe: Familien und Liebhaber von Auktionsspielen
  • Spieldauer: 45 Minuten
  • Spielmaterial und Schachtel: gut*
  • Spielanleitung: Streitfrage: geschwätzig oder die Infos (auch Hinweise) dort, wo man sie beim Einstieg erwartet? Jedenfalls ausführlich. Das textlastige Regelheft ist aber etwas abschreckend Download
  • Anspruch: Taktik und Übersicht
  • Spielreiz: hoch
  • Glücksanteil: durchschnittlich

 -Service:

Spielanleitung zum Herunterladen

Auszeichnungen

  • Auswahlliste 1995
* noch bezogen auf die ehemalige Amigo-Ausgabe (wird in Kürze anhand der neuen Ausgabe aktualisiert)



 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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