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Spielwiese-Test 1423: Tulpenfieber

Dröge Feldarbeit

Das Thema ist aufgesetzt. Schlussendlich ist das Amigo-Spiel Tulpenfieber ein sehr glücksbetontes Würfel- und Legespiel.

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Nr. 1423: Tulpenfieber | Spielwiese-Code  |  | E | 8 |  |


2021: Amigo

 Was ist's? 
  • Würfelspiel für 1 bis 4 Spieler ab 8 Jahre
  • Autor: Uwe Rosenberg
  • Grafik: Roberto Freire
  • Spieldauer: 20-30 Minuten
  • Verlag: Amigo
  • ca.-Preis: 20,– €

 Für wen?  

  • Würfelspielfans

 Was braucht's?  

  • Nichts Besonderes, sieht man vom Würfelglück ab

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  Die Farben spielen keine Rolle, es geht nur darum bestimmte Felder mit Tulpenplättchen abzudecken, deren Würfelkombination das Feld zeigt.

Bild: spielwiese.at

 Die gute Nachricht  

Manche halten das für eine schlechte Idee: Wer mit seinem Wurf nichts zustande bringt, muss keine Sanktionen wie Strafpunkte oder Ähnliches befürchten

 Die schlechte Nachricht  

Das Spielmaterial ist lieblos und uninspiriert gemacht


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 Rein ins Spiel!  

Jeder Spieler hat ein kleines Tableau vor sich, das auf 35 (Acker- und Wiesen-)Feldern 40 Würfelkombinationen zeigt – vom 1er-Pasch bis zum 6er-Fünfling und der Zahlenfolge 1 bis 6. Man würfelt (bis zu drei Mal pro Zug), belegt mit Tulpenplättchen das betreffende Feld seines Wurfs und irgendwann hat jemand eine der Siegbebindungen erfüllt und gewinnt.

Der ist der Kern des Spiels. Tulpenfieber ist im wesentlichen Sinne eine Abwandlung von Kniffel oder Yatzhee. Auch wenn Amigo die Felder als agrarisches Anbaugebiet deklariert hat, mit Tulpen hat das Spiel gar nichts zu tun. Sogar deren Farbe spielt keine Rolle, das Spiel könnte genauso Kartoffelacker, Zahlengrube oder irgendwie heißen.

Was ist nun der Unterschied zu, sagen wir … Würfelpoker? Und was unterscheidet Tulpenfieber von den gerade populären Roll & Write-Schreibspielen? Zuerst zur zweiten Frage: Ganz einfach nur, dass nichts notiert werden muss, weil jeder eine Legetafel hat. Dass die Tulpenplättchen leicht verrutschen oder von einem halbwegs engagierten Würfelwurf verschoben werden, ist wieder eine andere Sache.

Zur zweiten Frage: Jeder beginnt mit vier Würfeln, für den späteren Verlauf braucht es allerdings fünf oder sechs Würfel. Zusätzliche Würfel darf man nutzen, wenn man drei senkrecht, waagrecht oder diagonal benachbarte Felder belegt hat. Dann gibt es auch noch eine Bonusmöglichkeit, wenn sechs benachbarte Felder belegt sind.

Das ist alles ganz nett, aber bestenfalls Durchschnitt. Tulpenfieber ist ein Würfelspiel, bei dem man roboterhaft schnellstmöglich verschiedene Kombinationen abarbeitet.

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 Nochmals spielen?  

Über ein „eventuell“ kam es bei unseren Testspielern nicht hinaus.

 Rund ums Spiel  

Das Rezensionsexemplar wurde von Amigo zur Verfügung gestellt

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