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Spielwiese-Test 1417: Collexion

Gruppenbildung

Und wieder einmal scheint alles ganz einfach. Gleiche Farben zusammenfügen, gleiche Formen zusammenfügen … Doch da kommt bei Collexion dann unerwartet viel Taktik rein.

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Nr. 1417: Collexion | Spielwiese-Code  |  | E | 8 |  |


2021: Schmidt

 Was ist's? 
  • Sammelspiel für 2 bis 4 Spieler ab 7 Jahre
  • Autor: Antoine Bauza
  • Grafik: k.A.
  • Spieldauer: 20 Minuten
  • Verlag: Schmidt
  • ca.-Preis: 30,– €

 Für wen?  

  • Freunde der abstrakten und bunten Sammelleidenschaft

 Was braucht's?  

  • Taktik. Ein ruhiges Händchen schadet auch nichts und dient der Vermeidung von Diskussionen mit seinen Mitspielern

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  Viel bunte Polygone liegen in der Schale. Man soll gleiche Formen oder gleiche Farben nehmen und sammeln. Welche Kombination man zusammenstellt bestimmt, ob man – wie hier – 4 oder 2 Punkte erhält.

Bild: spielwiese.at

 Die gute Nachricht  

Ein schönes, einfaches Familienspiel, in dem harmlose Freude steckt

 Die schlechte Nachricht  

Genau das ist es, was manche stört: Ihnen fehlt noch der allerletzte zündende Funke


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 Rein ins Spiel!  

Schmidt hat es, nicht nur beim Spiel des Jahres 2011, Qwirkle, ganz gern mit dem Sammeln und Aneinanderreihen bestimmter Formen und Farben. Collexion ist aber ganz, ganz anders wie Qwirkle. Fast schon ein Geschicklichkeitsspiel. Aber nur fast, weil man aus einer Schale – die ist in den Schachtelboden eingelassen – Plastikteile herausnimmt, ohne dabei die Lage der anderen Teile zu verändern. Die Plastikteile sind bunte Polygone, also eckige geometrische Formen. Es gibt vier Formen und es gibt vier Farben.

Um Punkte zu machen, muss man entweder vier gleiche Formen in den vier unterschiedlichen Farben sammeln oder vier Polygone in der gleichen Farbe, wovon jedes Polygon eine andere Form hat. In seinem Zug darf jeder bis zu vier Polygone aus der Schale nehmen. Dabei muss jedes weitere Polygon entweder in Form oder Farbe dem vorigen entsprechen. Und vor allem muss jedes einzelne frei liegen, darf nicht einmal teilweise von einem anderen überlappt sein.

Das allein wäre recht dröge. Um Spannung zu erzeugen, hat Antoine Bauza, dessen bekanntesten Spiele Hanabi und 7 Wonders sind, zwei „Schikanen“ eingebaut. Die erste: Um zu Punkten zu gelangen, muss man sich Punktechips holen. In allen vier Ecken der Schachtel liegen Punktechips von 2 bis 4 übereinander, wobei immer der niedrigste Punktechip obenauf liegt. Zudem sind die vier Ecken auch den vier Farben zugeordnet. Wer beispielsweise alle Formen in Gelb gesammelt hat, muss den obersten Punktechip aus der gelben Ecke nehmen. Dazu gleich ein taktischer Tipp. Zuvor jedoch ein Wort zur zweiten Schikane. Jeder Spieler kann einmal im Spiel ein gesammeltes Polygon mit einem Mitspieler tauschen, ihm eines klauen und ein Polygon aus der Schale entfernen, um das darunter liegende zu holen.

Daraus ergibt sich folgender Tipp. Fast immer ist es klüger Formsets, also gleiche Polygonformen in unterschiedlichen Farben zu sammeln. Dann darf man sich nämlich aussuchen, in welcher Farbecke man den Punktechip holt. Es bedingt freilich auch, dass ein Spieler der Eisbrecher sein muss und den ersten niedrigen Punktechip mit 2 nimmt. Der Startspieler wäre also benachteiligt, könnte er nicht – wie die anderen auch – die Anzahl der Polygone variieren, die er in einem Zug nimmt. Nicht unerheblich ist auch der Zeitpunkt, ob und wann man seine drei Sonderfähigkeiten einsetzt. Wir empfehlen etwas zuzuwarten.

Collexion spielt sich flott und man sollte beizeiten darauf achten, dass es rasch mit den Punktechips zu Ende geht. Ab einem gewissen Zeitpunkt macht es deshalb keinen Sinn mehr Polygone einer bestimmten gleichen Farbe zu sammeln.

Fazit

Dieses Spiel ist aufs Erste sehr unscheinbar. Viele bunte Plastikteile, die neugierig machen, sich auch recht gut anfühlen. Aber das war’s eben nicht. In der dritten, vierten Runde bekommen auch Neulinge mit, dass eine gute Taktik gefragt ist, will man bei den – wirklich wenigen! – Punkten mitschneiden, die zu verteilen sind. Deshalb würden wir die Altersempfehlung auch bei 8 und nicht schon bei 7 ansiedeln.

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 Nochmals spielen?  

Ja, für vier-, fünfmal in absehbarer Zeit reicht der Reiz. Auf Dauer läuft sich die gute Idee allerdings tot.

 Rund ums Spiel  

Das Rezensionsexemplar wurde von Schmidt zur Verfügung gestellt

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