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Spielwiese-Test 1388: Kanaloa

Aloha!

Kanaloa ist für Hawaiianer, was für uns Neptun oder Poseidon ist. Der Gott des Meeres. Günter Burkhardt und Piatnik haben ihn in eine kleine Schachtel gepackt und mit seiner Hilfe zu spielen, macht großen Spaß.

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Nr. 1388: Kanaloa | Spielwiese-Code  |  | G | 8 |  |


2020: Piatnik

 Was ist's? 
  • Kartenspiel für 3 bis 5 Spieler ab 8 Jahre
  • Autor: Günter Burkhardt
  • Grafik: Fiore GmbH
  • Spieldauer: 25 Minuten
  • Verlag: Piatnik
  • ca.-Preis: 9,– €

 Für wen?  

  • Familien, ausgefuchste Kartenspieler

 Was braucht's?  

  • Stichspielkönnen

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  Kanaloa-Karte, Krake, die Tikis in vier Farben, Meereskarten und Boote (v.o.) Das gängige Spielmaterial bringt viele Überraschungen im Verlauf einer Partie.

Bild: Piatnik

 Die gute Nachricht  

Exzellenter Mechanismus!

 Die schlechte Nachricht  

keine


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 Rein ins Spiel!  

Ein Kartenstichspiel wie viele andere? Weit gefehlt! Hinter dem gängigen Material und Design steckt ein originelle Kombination aus Karten- und „Brett“-Spiel samt dem Aspekt einer Verfolgungsjagd voller Überraschungen.

Schicken wir grundsätzlich voraus: Es gibt vier Farben, von jeder Farbe die Werte 1 bis 12. Dazu kommen noch zwei unterschiedliche Sonderkarten. Es herrscht Farbzwang. Die vier Farben finden sich auch Meereskarten, die zu einem Kreis auf dem Tisch ausgelegt werden. Die Farben sind die gleichen wie jene der Handkarten. Jede Meereskarte ist zweigeteilt, das heißt, jede Meereskarte hat zwei der vier Farben. Jeder Farbe ist ein Tiki zugeteilt, das sind die Geister der vier Elemente … das gerät aber schnell in Vergessenheit. Man spielt Farben aus und versucht einfach Stiche zu machen.

So good, so usual. Aber jetzt kommt’s. Jetzt wird’s spannend.

Jeder Spieler hat ein Boot. Alle Boote starten auf der Meereskarte mit der Welle, die eine blauen Hintergrundfläche hat. Das ist die Trumpffarbe für den ersten Stich. Wer ihn gewinnt, zieht sein Boot ein Feld (Kartenhälfte) vor und dessen Hintergrundfarbe ist nun die Trumpffarbe für den nächsten Stich. So geht es dahin, wobei die Trumpffarbe laufend wechselt, denn Trumpffarbe ist immer jene, auf der das gerade führende Boot steht. Jetzt nehmen wir das Spielende mal vorweg: Kanaloa endet sofort, wenn ein Spieler mit seinem Boot das letzte Boot überrundet. Dieser Spieler gewinnt das Spiel.

Bis dahin tut sich einiges. Wobei Kanaloa ein sehr kurzes Spiel ist. Das liegt nämlich an gleich mehreren Beschleunigern. Einige Meereskarten zeigen einen Delfin. Wer sein Boot darauf zieht, darf noch ein Feld weiter, wenn unmittelbar vor und hinter dem Delfin kein anderes Boot ist. Wer den letzten Stich einer Runde macht (jede wird mit acht Karten gespielt), ist nicht nur Startspieler der nächsten Runde, sondern entfernt zuerst eine freie Meereskarte. Der Seeweg wird also pro Runde auf jeden Fall um zwei Felder kürzer. Und da gibt es noch 2 x die eine Sonderkarte: den Kraken. Er kann jederzeit ausgespielt werden. Das ist zwar die schwächste Karte bei Kanaloa, sie zählt nichts, hat keine Farbe, ist so eine Art Notnagel, aber wer sie ausspielt, entfernt ebenfalls eine freie Meereskarte. Das Pendant als stärkste Karte im Spiel ist die Kanaloa-Karte, die 3 x vorkommt und jede andere Karte sticht.

Der Kanaloa-Mechanismus bringt zwei faszinierende Elemente. Zum einen die immer wieder wechselnde Trumpffarbe. „Schlechte“ Karten werden dadurch schnell zu „guten“ und umgekehrt, weil sich das sprichwörtliche Blatt ständig wendet. Zum anderen die Verbindung von Kartenspiel mit der Verfolgungsjagd der Boote, die sich nach drei, vier Runden zuzuspitzen beginnt. Als Verfolger Fahrt aufzunehmen oder als Verfolgter zu flüchten, das erfordert hin und wieder schon eine extra Portion Grips, bei den wechselnden Bedingungen Stiche zu realisieren. Was anfangs gerne übersehen wird: Nur weil ich mein Boot vorrücke, wechselt sich die Trumpffarbe nicht automatisch – nur, wenn mein Boot auch am weitesten vorne ist!

Fazit

Ein top Kartenspiel, bei dem auch Kinder ab 8 Jahre mit Begeisterung dabei sind!

Nur eines hätten wir uns vom Spielkartenspezialisten Piatnik eigentlich erwartet: Dass die Meeres- und die übrigen Karten unterschiedliche Rückseiten haben.

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 Nochmals spielen?  

Ja!

 Rund ums Spiel  

Das Rezensionsexemplar wurde von Piatnik zur Verfügung gestellt

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