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Spielwiese-Test 1398: Früher oder später?

Aha-Momente

Wie man immer wieder erstaunt feststellt: Mit unnützem Wissen kommt man besser durchs Leben. Jetzt aber im Ernst: 600 Mal unnützes Wissen – auch so könnte man Früher oder später? beschreiben – neu aufbereitet.

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Nr. 1398: Früher oder später? | Spielwiese-Code  |  | E | 14 |  |


2021: Kylskapspoesi

 Was ist's? 
  • Wissensspiel für 2 und mehr Spieler ab 14 Jahre
  • Autor: k.A.
  • Grafik: k.A.
  • Spieldauer: 15-30 Minuten
  • Verlag: Kylskapspoesi
  • ca.-Preis: 22,– €

 Für wen?  

  • Lockere Runde junger oder etwas älterer Erwachsener. Wir würden sagen: eher 20+

 Was braucht's?  

  • Allgemeinwissen

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  Zwei von über 600 Angaben werden gegenübergestellt: Jeder tippt mit einer Karte, ob das zweitgenannte Ereignis früher oder später war. So einfach geht das Spiel. Zur Überprüfung ist immer die Jahreszahl angegeben.

Bild: spielwiese.at

 Die gute Nachricht  

Funktionierende Variante eines Wissens–(oft eher Ratespiel)-Klassikers

 Die schlechte Nachricht  

Mit 22 Euro ist das Spiel gut bezahlt. Was sich natürlich relativiert, wenn man es öfter spielt. Über 600 Fragen sind mehr als eine gute Basis, denn die Gefahr ist äußerst gering, dass die gleichen Vorkommnisse ein zweites Mal verglichen werden.


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 Rein ins Spiel!  

Es gibt so Aha-Momente im Leben. Durch dieses Spiel haben wir erfahren, dass der Jacuzzi, also dieser sprudelnde Spaßbottich, auf einen Herrn namens Roy Jacuzzi zurückgeht. Er hat ihn 1968 zur Marktreife gebracht. Es gibt ja unzählige Gegenstände, Methoden und anderes Zeugs, über deren Namen man sich nie Gedanken macht. Sie sind einfach da. Nur scheinbar waren sie immer schon da.

Zu derartigen Wissenserweiterungen trägt das Spiel Früher oder später? geradezu massenhaft bei. Für Anhänger der Maxime Man-kann-nicht-genug-unnützes-Wissen-haben ein Muss. Der überwiegende Teil der mehr als 600 Angaben fällt in Bereiche der Pop- und anderer Kulturen, von denen eher jüngere Menschen schon einmal berührt wurden oder gehört haben. So mit 20, 30, 40 ist man ganz gut aufgestellt.

Spieltechnisch muss man über Früher oder später? nicht viele Worte verlieren. In einer – vorzugsweise – größeren Runde wird anhand einer Zahl von 1 und 6 von einem Moderator der betreffende Eintrag einer beliebigen Karte verkündet. Sagen wir „6“: „Franz Beckenbauer wird Präsident vom FC Bayern München“. Jetzt nennt ein anderer eine Zahl, – "Drei!" – und der Moderator liest vor: „Nintendo bringt die Handheld-Spielkonsole Game Boy auf den Markt.“ Jeder Spieler wertet mit einer Karte, ob das mit dem Game Boy früher oder später war. (Wir verraten genau nur das: Der Game Boy kam 1989, Beckenauer wurde 1993 Präsident, also ist "früher" richtig).

Wer’s wusste oder richtig geraten hat, bleibt im Rennen. Nächste Frage, nächste Runde.

Solche Spiele, nehmen wir die Anno Domini-Reihe, Kwando oder Schätzen Sie mal!, gab und gibt es recht viele. Es gibt dabei unterschiedliche und unterschiedlich harte Reglements. Früher oder später? ist eher auf der harmlosen Seite. Wir haben’s ausprobiert. Man entscheidet sich, ob man in der laufenden Runde weitermachen will oder nicht, seine bisherigen Punkte in Sicherheit bringt oder das Risiko eingeht, die Punkte der laufenden Runde zu verlieren, wenn man falsch liegt. Das Spielziel (vorgeschlagen sind 30 Punkte = 30 richtige Antworten) ist fakultativ. Sympathisch.

Sympathisch ist auch der Fragenmix. Wir haben es schon angedeutet. Als Österreicher freut man sich, das der „PEZ Bonbon-Spender“ thematisiert ist, als Katholik findet man Genugtuung über eine Frage, wann nach knapp zwei Jahrhunderten erstmalig wieder ein Papst Deutschland besucht. Erinnerst du dich noch an das genaue Jahr? Eben. Von ein paar sprachlichen Blödheiten abgesehen, wie etwa wonach Steffi Graf und Boris Becker „gemeinsam“ in Wimbledon gewinnen, bereitet das Spiel Retrospaß und Aha-Momente. Nicht mehr, nicht weniger.

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 Nochmals spielen?  

In einer lockeren Party-Konstellation geht es zwischendurch immer. Ein paar Runden, kurz und knackig. Nicht überstrapazieren, sondern aufhören, wenn’s Spaß macht.

 Rund ums Spiel  
  • Das Spiel stammt aus Schweden
  • Nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Spiel der deutschen Bundeszentrale für politische Bildung

Das Rezensionsexemplar wurde von Pegasus zur Verfügung gestellt

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