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Spielwiese-Test 1382: Bonfire

Du kannst nichts falsch machen

Üppig, sehr üppig. Das ist dieses Fantasyspiel von Hall Games und Pegasus. Es gibt zwar wenige unterschiedliche Arten von Aktionen, dafür aber jedesmal eine Unmenge an Möglichkeiten. 

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Nr. 1382: Bonfire | Spielwiese-Code  |  | F | 12 |  |


2020: Hall Games, Pegasus

 Was ist's? 
  • Entwicklungsspiel für 1 bis 4 Spieler ab 12 Jahre
  • Autor: Stefan Feld
  • Grafik: Dennis Lohausen
  • Spieldauer: 70-120 Minuten
  • Verlag: Hall Games, Pegasus
  • ca.-Preis: 50,– €

 Für wen?  

  • Eindeutig für erfahrene Spieler, also die sogenannten Experten

 Was braucht's?  

  • Ein gutes Auge dafür, was du im übernächsten und dem darauf folgenden Zug machen kannst

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  Bei Bonfire wollen die Spieler die Freudenfeuer missamt den Hüterinnen des Lichts in ihre Städte zuruck holen.

Bild: Pegasus

 Die gute Nachricht  

Dennis Lohausen hat mit seiner Grafik das Thema auf den Punkt getroffen

 Die schlechte Nachricht  

Einziges Manko: Die Farben des Spielmaterials sind nicht immer eindeutig ihren korrespondieren Teilen zuzuordnen


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 Rein ins Spiel!  

Zehn Seiten Spielanleitung (der Rest sind Titel und Anhänge) sind für heutige Verhältnisse keine Besonderheit. Schon gar nicht im Expertensegment, in das Bonfire gehört. Trotzdem fühlt man sich einigermaßen überfordert. Denn es gibt kein falsch oder richtig in diesem Spiel. Wie also Bonfire anlegen? Das weist erst Erfahrung.

Zuerst einmal aber der Versuch eines groben Überblicks. Bonfire, das ist die englische Bezeichnung für ein Freudenfeuer. In dieser Fantasy-Welt geht es um die Städte, die normalerweise von den Bonfire erleuchtet werden. Doch die Hüterinnen des Lichts haben sich mitsamt des Lichts auf ihre heiligen Inseln zurückgezogen und warten nun auf die Guten, die demütig sind, ihre Hilfe zu erbitten. Das sind wir Spieler, die in die Rolle der Gnome schlüpfen, die normalerweise ungeliebt außerhalb der Städte leben. Auf den Inseln halten die Hüterinnen Aufgabenplättchen für uns bereit. Um diese einzulösen, geben wir Opferschalen, Aktionsmarker und Ressourcen ab. Das ist eine von vielen Möglichkeiten, Punkte zu sammeln. Alle hier anzuführen, ginge zu weit. Wichtig ist, wie man Aktionsmarker erhält. Dazu legt man sogenannte Schicksalsplättchen in seine Stadt, das funktioniert so in der Art von Domino. Jedes Schicksalsplättchen hat drei Symbolfelder und je mehr davon nach dem Anlegen Gruppen bilden, desto mehr Aktionsmarker erhält man. Ein schöner Mechanismus, der selbstbestimmend macht.

Rund um die eigene Stadt führt auch ein Pfad, der nach und nach aus Wegplättchen errichtet wird. Auf ihnen ist ein – noch erloschenes – Bonfire zu sehen. Entzündet werden die Bonfire erst mit entsprechenden Aufgabenplättchen. Nur eines von vielen Details, was so alles ineinandergreift. Schickt man eine Hüterin, die freilich zuerst gegen Einsatz von einer Insel geholt werden muss, auf seinen Pfad, erntet man dadurch entweder sofort Ressourcen oder am Spielende Zusatzpunkte. Das Spielende wird durch einen speziellen Countdown eingeläutet. Es gewinnt, wer dann die meisten Punkte gesammelt hat.

Hier endet der Versuch. Jedes weitere Detail würde nur noch mehr verwirren. Reden wir stattdessen vom Spielgefühl. Man wird von Bonfire entweder begeistert sein oder sich ratlos zurückgelassen vorkommen. Richtig ist die Bekundung der Macher, dass man hier nichts falsch machen kann. Alle Wege führen irgendwie zum Ziel. Die Frage ist, wer schneller das Beste aus seinen Möglichkeiten herausholt. Kollege Udo Bartsch beschreibt das in seiner Rezension treffend als beinhartes „Optimierungsspiel mit diversen Baustellen“. Einer unserer versierten Tester erklärte es mit Strahlen in den Augen so: „Ich habe noch nie so ein Spiel gespielt, das so viele Möglichkeiten bietet!“ Der Nachsatz ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Nichts, wenn Grübler am Tisch sitzen. Da könne sich Wartezeit aufbauen. Dennoch: Die Spielzeitangabe mit einer halben Stunde pro Spieler geht in Ordnung.

Auch dies sei abschließend vermerkt: Bonfire ist ein typisches Stefan Feld-Spiel, also recht verkopft. Seine Fans wissen, was sie erwarten dürfen. Und mit etwas mehr als zwei Kilo Gesamtgewicht erhält man unglaublich viel Material, das auf Abwechslung aus ist. So gibt es beispielsweise 66 Aufgabenplättchen, von denen aber immer nur zufällig 30 ins Spiel kommen und Gnom-Karten, die ebenfalls rar gehalten werden und den Spielern zusätzliche Fähigkeiten verleihen.

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 Nochmals spielen?  

Anhänger solcher Spiele wollen es wissen und die Möglichkeiten ausloten

 Rund ums Spiel  

Das Rezensionsexemplar wurde von Pegasus zur Verfügung gestellt

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