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Spielwiese-Test 909: Pick A Dilly

Wer anderen ein Ei legt

Bluffen – oder was tut man eigentlich bei diesem Spiel?
 

 

 

Bei Pick A Dilly werden oft ganz eigenartige Bluffstrategien verfolgt …

   

 Ein schönes Wortspiel: Pick A Dilly bezieht sich nicht auf die Geschäftsstraße in London, sondern bedeutet so viel wie: Wähl dir eine Köstlichkeit aus. Das kann man in diesem Spiel aber durchaus als Teil eines Geschäfts betrachten, nämlich des Gibst-du-mir-geb-ich-dir-Spiels.

Die Köstlichkeiten sind im übertriebenen Sinne die Hühner, die die Spieler verkörpern: Eine witzig illustrierte und vor Ihnen liegende Karte zeigt Ihnen und den anderen Ihre Rolle. Wichtig ist aber nur die Farbe. Jede Farbe lässt sich auf einer Futterscheibe mit einem Zeiger geheim einstellen. Das ist die "Arbeit" bei diesem Spiel. Auch seine eigene Farbe zu wählen, ist ausrdrücklich erlaubt.

Haben alle eingestellt, wird aufgedeckt. Wer von keinem Spieler gewählt wurde, legt vor Aufregung ein Ei, das er aus dem Vorrat nimmt und vor sich hinlegt. Wer nur von einem Mitspieler gewählt wurde, ist über diese Zuneigung zwar glücklich, aber das reicht noch nicht für ein Ei. Nur zwei oder mehr Spieler, die Ihre Farbe eingestellt haben, bringen Ihnen zwei bzw. drei Eier.

Es gibt da aber auch noch den Hahn. Hähne legen bekanntlich keine Eier, sorgen aber bei den Hennen dafür. Für jeden Spieler, der auf seiner Futterscheibe den Hahn gewählt hat, wandert die Hahnkarte im Uhrzeigersinn um einen Spieler weiter. Wo sie zu liegen kommt, legt die besuchte Henne vor Aufregung ein Ei.

Fazit: Es gibt bei Pick A Dilly keine Negativ­einflüsse – entweder bekommt man Eier oder nicht. Das ist irgendwie komisch und man fragt sich schon, was das Spiel eigentlich soll. Nun, es ist einfach ein lockerer Spaß, der nach einiger Zeit auch anfängliche Skeptiker erheitern kann (aber nicht muss). Denn nach ein paar Runden geht es eigentlich nur noch darum zu verhindern, dass jemand weitere Eier kriegt und gewinnt. Der unberechenbare Hahn kann diese Überlegungen stören.

Genausogut können ein oder mehrere Spieler, die Pick A Dilly absolut nichts abgewinnen, ein schnelleres Ende herbeiführen, indem sie konsequent einen Mitspieler mit Eiern "überschütten".

Sei's drum. Es ist eine kleine Spielerei, eher für Kinder oder eine Erwachsenenrunde, die schon dem Alkohol zugesprochen hat. Denn die Motive, wer wem Eier zuschanzt, sind unergründlich.

 


 Nr. 909: Pick A Dilly

 

Spielwiese-Code  |   | E | 10 |

2005: Abacus

  • Bluffspiel für 3 bis 7 Spieler ab 7 Jahre
  • Autor: Hartmut Kommerell
  • Grafik: Christof Tisch
  • Verlag: Abacus
  • Ca.-Preis: 10,– €

   Themen: Hühner, Eier

      Preis-Leistungsverhältnis   
      Spielmaterial 
      Wiederspielreiz 
      Anspruch
      Glücksanteil

  • Zielgruppe: Familien, Partyrunden
  • Auf Scheiben stellen die Spieler ein, welche Hühner (Spieler) in dieser Runde ein Ei gelegt bekommen sollen. Die Motive sind so unterschiedlich wie unergründlich. Wer am Ende zwölf Eier hat, gewinnt.
  • Spieldauer: 15 Minuten
  • Spielreiz: mäßig, aber höher, als manche zugeben wollen
  • Material: gut
  • Glücksanteil: durchschntittlich

 -Service:

Spielanleitung zum Herunterladen
 



 


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