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Der Erfinder des Nicht-ärgerns wäre 150

 GEBURTSTAG.  Er hat den Klassiker unter den deutschen Brettspielen erfunden: Josef Friedrich Schmidt. Am 24. November wäre er 150 Jahre alt geworden.

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Praktisch jeder in unseren Breitengraden kennt das Spiel. Erfunden hat's ein Familienvater zur "Beruhigung" seiner Kinder.

Bilder: Schmidt

   

Mehr als 95 Millionen Exemplare des Kultspiels Mensch ärgere Dich nicht gingen bis heute über die Ladentheke und begleiten Generationen seit mehr als 100 Jahren – mit weiterhin starker Beliebtheit. So verkauft der Berliner Verlag Schmidt Spiele jedes Jahr mehr als 400.000 Exemplare des populären Gesellschaftsspiels, welches im Jahr 1907 seinen Ursprung hat.

2010 bekam das Spiel sogar eine Sonderbriefmarke

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Inspiriert von einem bereits 2000 Jahre alten indischen Laufspiel namens Pachisi tüftelte Josef Friedrich Schmidt im Jahr 1907 in seiner kleinen Wohnküche an dem heutigen KlassikerDer in Amberg geborene Bastler wollte für Ruhe in der engen Wohnung sorgen, indem er ein „Beruhigungsmittel“ für seine Tochter und seine zwei Söhne kreierte. Der Titel für das Spiel kam ihm am gemeinsamen Küchentisch, wo Spaß sowie auch Ärger ihren Platz bei den spielenden Familienmitgliedern gefunden haben.

Doch als Josef F. Schmidt mit dem Spiel an die Öffentlichkeit wollte, blieb der Erfolg zunächst aus. Keiner mochte am Vorabend des Ersten Weltkriegs ans Spielen denken. Mit der Idee eine Erstserie von 3000 Exemplaren Mensch ärgere Dich nicht als Sachspende an deutsche Lazarette zu versenden, fand er endlich den gesuchten Anklang. Das temporeiche Vorrücken, schadenfrohe Blockieren und mitleidslose Rausschmeißen sorgte nicht nur an den Krankenbetten für fröhliche Spielerunden, sondern erfreute auch die Familien daheim. Infolgedessen avancierte Josef F. Schmidt zu einem angesehenen Besitzer eines kleinen Spieleverlags.

Mehr Hintergrund und Trivia zu dem Spiel findest du in unserer Rubrik Moderne Klassiker (Link unten).

Noch heute ist Mensch ärgere Dich nicht das Herz des Verlags Schmidt Spiele, der bis 1997 von den Nachfahren des Erfinders geführt wurde. Seit Mitte 1997 gehört die Schmidt Spiele GmbH zur Good Time Holding in Berlin, der Dachgesellschaft, zu der auch Kiddinx mit den Erfolgsmarken Benjamin Blümchen, Bibi Blocksberg und Bibi & Tina gehört.

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