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Guido Hoffmann stellt Spiel-Objekte aus

 AUSSTELLUNG. Die Spieleszene kennt Guido Hoffmann als erfolgreicher Schöpfer von Kinderspielen. Der Sohn der Autorenlegende Rudi Hoffmann, der bei Maria Lassnig studierte, ist auch als Künstler tätig. In der Steiermark läuft derzeit eine Ausstellung mit Spiel-Objekten, die von den Besuchern gespielt werden können.

 

 
 

"Cars": Intuitiv folgen die Besucher dem Straßenverlauf, um bestimmte Autos zu finden.

Bild: Ivan Bandic

   

"Mir geht es um die Schnittstelle zwischen bildender Kunst und Spiel. In den Spielobjekten beschränke ich mich bewusst auf vereinfachte Spielvorgänge, die durch die Art der visuellen Darstellung einen intuitiven Zugang ermöglichen", erklärt Guido Hoffmann spielwiese.at. Und: "Im Rahmen der Langen Nacht der Museen am 1.10. finden drei Führungen von mir statt."

Die Ausstellung selbst ist bis 2. Oktober in Mürzzuschlag zu sehen und trägt den Titel "Proto".

Die verwendeten Materialien Pappe, Holz und Schaumstoff unterstreichen den rohen Charakter der gezeigten Arbeiten, heißt es in der Beschreibung des Kunsthauses Mürz: "Der Betrachter ist aufgefordert mit den ausgestellten Objekten zu spielen. In einem nahezu intuitiven Spielvorgang, der sich auf der visuellen Ebene der Objekte erschließt, folgt das Auge beispielsweise in ,Cars' einem verknoteten Straßenverlauf um gesuchte Autos zu finden." (siehe Bild)

Folgt man der Logik des Spielens, steht nicht das Verharren in einer Spielsituation im Fokus, sondern das Spiel verlangt nach der Konsequenz jeder gesetzten Aktion. Jeder nächste Zug ist ein Schritt ins Ungewisse und verändert das Terrain. Im Spiel ist die Neugier der treibende Faktor für Entscheidungen, egal ob für spontane oder für vorausschauende Aktionen.

Jedes Mal aufs Neue ein Unikat

Als Kunstform kommt der Spielvorgang einem Unikat gleich, da es in genau derselben Form nicht wiederholbar ist. Würde man den Vorgang chronologisch wiederholen, wäre jede Spannung und fühlbare Dramaturgie aufgehoben und die Intention des Spiels ad absurdum geführt. In den meisten Spiel-Objekten dieser Ausstellung werden die haptisch-taktilen Fähigkeiten herausgefordert, sodass die Sinnlichkeit des Spielens direkt erfahrbar wird.

Guido Hoffmann wurde 1960 in Bremen geboren und wuchs in Frankfurt am Main auf. Er lebt in Wien. 1979 – 1981 Studium an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, 1983 – 1989 Studium an der Universität für angewandte Kunst in Wien bei Maria Lassnig (Malerei und Experimentalfilm).

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