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Asmodee für 2,75 Mrd. Euro nach Schweden verkauft

TRANSAKTION.  Nun ist die Katze aus dem Sack: Die Spieleverlagsgruppe Asmodee mit Sitz in Paris wird um einen Milliardenbetrag an die schwedische Embracer Group verkauft. Embracer hieß früher unter anderem Nordic Games und THQ Nordic und führt als Medienkonzern eine ganze Reihe von Computerspielefirmen.

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Asmodee, selbst ein Unternehmen, das vor allem durch Zukäufe extrem schnell zum größten Verlag Europa für Gesellschaftsspiele gewqchsen ist, wechselt wieder einmal den Besitzer. Erst 2013 hatte die französische Investorengruppe Eurazeo den Verlag um 143 Millionen Euro gekauft. 2018 übernahm die Private-Equity-Firma PAI Partners, ebenfalls mit Sitz in Paris, das Ruder.

Zu Asmodee gehören unter anderem die Spieleverlage bzw. -gruppen Repos, Libellud, Fantasy Flight Games, Plan B, Days of Wonder und Lookout. Damit hat sich der Konzern ein grutes Dutzend an Spiel des Jahres-, Kennerspiel des Jahres- und Kinderspiel des Jahres-Titel gesichert - von A wie Azul bis Z wie Zug um Zug. Asmodee ist darüber hinaus auch als Vertrieb bekannter Marken aktiv und hält seit 2016 die englischsprachigen Rechte für Catan.

Weltweit wurden 2020 39 Millionen Brettspiele von Asmodee verkauft.

Die Transaktion von Asmodee zu Embracer hat einen Rahmen vom 2,75 Milliarden Euro und soll im Laufe des kommenden Jahres in allen Details abgeschlossen sein. 350 Millionen Euro sollen an die Asmodee-Aktionäre ausbezahlt werden, der große Rest muss unter anderem für die Refinanzierung von Schulden aufgewendet werden.

Wer ist Embracer?

Die Embracer Group AB (bis September 2019 THQ Nordic AB) ging wiederum aus den Übernahmen und Zusammenschlüssen mehrerer Computerspiele-Unternehmen hervor, darunter Koch Media, Deep Silver, Black Forest und Coffee Stain. Unter dem Dach von insgesamt acht eigenständig operierenden Geschäftseinheiten gibt es mehrere Dutzend Entwicklerstudios und Computerspielefirmen. Asmodee wird die neunte eigenständige Geschäftseinheit des schwedischen Konzerns.

Die Embracer Group setzt dieses Jahr mit 8500 Mitarbeitern etwas mehr als eine Milliarde Euro um. Das Unternehman ist an der Stokholmer Börse notiert. Die Aktionäre scheinen nicht begeistert zu sein von der Übenahme: Nach der Bekanntgabe am Donnerstag sackte der Kurs um über 7 Prozent ab.

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Siehe auch "Millers Spielewiese": Beeindruckene Rastlosigkeit

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