Hajo Bücken ist tot

Veröffentlicht in Archiv 2016

 TODESFALL.  Nach kurzer Krankheit ist gestern im Alter von 72 Jahren der Spieleautor Hajo Bücken verstorben. Das meldete an Silvester die Spieleautorenzunft (SAZ).

 

 

Hajo Bücken † wurde im 1944 in Schwiebus (Świebodzin) geboren, wuchs in Aachen auf und lebte später lange Zeit in Bremen – in den letzten Jahren dann in Berlin. Sein Werk umfasst über 80 Spiele und fast 30 Publikationen zum Thema Spiel.

Bücken kam aus der "Journalisten-Ecke". Ab 1965 trat er ein Volontariat bei der Aachener Volkszeitung an. Später erhielt er eine Stelle als Journalist beim Herder Verlag in Freiburg und arbeitete dort 1968 sowohl als Redakteur der Zeitung "Kontraste" als auch als Sozialarbeiter im Haus der Jugend. Langsam begannen sich Schreiben und Spieleerfinden zu verbinden – nach der Staatsprüfung als Hauptschullehrer für Deutsch, Kunst und Politik schloss sich eine Fortbildung zum Spielpädagogen an. 1981 gründete Bücken in Bremen die Arbeitsstelle Neues Spielen. Neben mehreren Büchern zum Thema Spiel erlangte vor allem sein 1983 erstmals veröffentlichtes Kooperationsspiel Bärenspiel große Aufmerksamkeit und erschien auf der Auswahlliste zum Spiel des Jahres. Sein 2003 erschienenes Spiel Schnelle Welle wurde für das Kinderspiel des Jahres 2004 nominiert.

Sein erstes Spiel war 1981 Entrüstet Euch, 1992 kam Coco Crazy bei Ravensburger heraus, dessen Auflagen bis heute in die Hunderttausende gehen. Mit der ersten  Ausgabe von Ratz-Fatz bei Haba startete 1997 und begründete er einerumfangreiche Spielereihe.

Viele Spiele entwickelte Hajo Bücken auch mit seinem Co-Autor und langjährigen Freund Dirk Hanneforth, wie z.B. Dumm gelaufen!, das noch heute bei Ravensburger im Programm ist und das die beiden Autoren in den letzten Wochen noch zu neuen Ideen beflügelt hat. "Gern hätte er auch noch die neue kleine Serie bei Moses gesehen, die zur Spielwarenmesse in Nürnberg in einer witzigen Form auf den Markt kommen soll", schreibt die SAZ.

Bücken gehört zu den zwölf Gründungsmitgliedern der Spieleautorenzunft und wurde im Gründungsjahr 1991 deren erster Vorsitzender.

Bild: SAZ

 


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