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Spielwiese-Test 1229: Mein Traumhaus

Puppenstube 2.0

Der Rohbau steht, jetzt geht’s ans Einrichten. Ein oder zwei Badezimmer? Großes Kinderzimmer oder doch lieber ein größerer Wohnraum für alle? Jeder baut sein Traumhaus so, dass der Nachbar vor Neid erblasst.

 

 Nr. 1229: Mein Traumhaus | Spielwiese-Code  |  | G | 8 |  |


2017: Pegasus

 Was ist's? 

  • Sammelspiel für 2 bis 4 Spieler ab 8 Jahre
  • Autor: Klemens Kalicki
  • Grafik: Bartłomiej Kordowski
  • Spieldauer: 30-40 Minuten
  • Verlag: Pegasus
  • ca.-Preis: 25,– €

 Für wen? 

  • Familien und Häuslebauer

 Was braucht's? 

  • Aus den Möglichkeiten (Kartenauslage) das Optimum herauszuholen

 

 
 

Mit Raum- und Spezialkarten statten die Spieler statten ihr Haus aus, wofür es Punkte gibt. Der liebliche Stil von Mein Traumhaus ist durchaus eigenwillig. Originelles Detail: Bei Gleichstand entscheidet, in welchem Haus mehr Kinder zu sehen sind.

Bild: Pegasus

   

 Die gute Nachricht 

Endlich wieder einmal ein Spiel, das einigermaßen vom echten Leben handelt. Dazu noch „traum(haus)haft“ gestaltet.

 Die schlechte Nachricht 

Kein Partei verläuft gleich, doch das Konzept nützt sich mit der Zeit ab


 

 Rein ins Spiel!  

Man mag das Spiel auf den ersten Blick. Oder überhaupt nicht.

Für die einen – und das dürfte die Mehrheit sein – ist Mein Traumhaus von seiner Optik her ein echter Eye-catcher. Die prall illustrierten Raumkarten ziehen den Betrachter regelrecht ins Innere. Andere empfinden gerade diese Lieblichkeiten im Detail und die verwendeten vielen unterschiedlichen Farbtöne als überladen.

Aber lassen wir diese Äußerlichkeiten. In einer Beziehung überzeugen am Ende des Tages die inneren Werte. Sprich: Thema und Spielmechanik müssen im Einklang stehen, herausfordernd bleiben und Selbstbestimmung zum Erfolg führen. All das bringt Mein Traumhaus auf den Tisch.

Drehpunkt von Mein Traumhaus ist die Kartenauslage (in der Spielanleitung etwas irreführend Spielplan genannt), in die nach dem Zufallsprinzip die Raumkarten und Spezialkarten gelegt werden. Raumkarten sind, vereinfacht gesagt, Zimmer für das eigene Traumhaus. Am Anfang ist das Haus – jeder Spieler hat ein solches Haustableau – noch leer. Sozusagen ein Rohbau. Die Spezialkarten peppen einzelne Räume auf, zum Beispiel mit Dekorationen, was am Ende zusätzliche Punkte bringt. Oder es sind Dachkarten. Dazu aber später.

Zwölf Zimmer hat jeder Rohbau und nach zwölf Runden ist Mein Traumhaus vorbei. Dann wird abgerechnet, wer sein Haus am besten eingerichtet hat. Dazu gibt es einen einfachen Zähl- und Wertungsmechanismus. Wobei ein entscheidender Faktor ist, bestimmte Kombinationen in seinem eigenen Haus zu erzielen. Beispielsweise potenzieren gleiche Raumkarten nebeneinander die Punktezahl: 1 Wohnzimmer bringt nur einen Punkt, ein großer Wohnbereich mit 2 Wohnzimmer hingegen vier Punkte und ein geradezu herrschaftlicher Repräsentationsraum mit 3 Wohnzimmer gleich neun Punkte. Hat sich ein Spieler auch noch den Flügel (Spezialkarte Dekorationen) gesichert und in sein Wohnzimmer gestellt, kommen weitere drei Punkte dazu.

Wir kennen die Faszination, die Puppenhäuser – vor allem auf kleine Mädchen – ausüben. Da wird mal so, mal so eingerichtet und bestückt und sich das Leben so vorgestellt, wie man es gerne hätte. Mein Traumhaus ist das Puppenhaus 2.0 für die Familie. Denn, das hat auch das Testen ergeben, mit Kindern macht das Spiel sehr viel Spaß.

Die Dachkarten. Es gibt sie in vier verschiedenen Farben und kommen wie andere Spezialkarten vom verdeckten Nachziehstapel in die Kartenauslage, aus der jeder Spieler am Beginn seines Zuges eine Raumkarte und eine Spezialkarte wählt. Mit Dachkarten kann man logischerweise keine Zimmer einrichten. Sie kommen vorerst in den Keller, aber verdeckt! Sie dürfen bis zur Wertung auch nicht mehr angeschaut werden. Man muss sich merken, was man sammelt. Vier seiner Dachkarten wählt man am Ende für das Dach des Hauses aus. Ist die Farbe einheitlich, gibt es am meisten Punkte und jedes Dachfenster gibt einen Zusatzpunkt.

Mein Traumhaus hat einen gewissen Abnutzungseffekt. Denn die Kartenauslage ist überschaubar und die Karten und ihre Möglichkeiten sind relativ schnell „gelernt“. Der Einstieg ins Spiel ist schließlich bewusst leicht gehalten. Nach der oder den ersten Partien wächst deshalb der Anspruch, die Einrichtung seines Hauses zu perfektionieren, sprich: die Siegpunkte zu optimieren. Am besten mit vier Spielern, aber unbedingt mindestens zu dritt. Denn zu zweit ist Mein Traumhaus langweilig.

 

 Nochmals spielen? 

Ja, jedenfalls so oft, bis man die verschiedenen Möglichkeiten erfahren und sich daraus seine eigene Gewinnstrategie zurechtgelegt hat.

 Rund ums Spiel 

Das Rezensionsexemplar wurde von Pegasus zur Verfügung gestellt

 

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