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Spielwiese-Test 1224: Camel up – Cards

Kamelrennen fürs kleine Budget

Für manche Spieler ist dieser Ableger von Camel up sogar besser als das Original.

 

 Nr. 1224: Camel up – Cards | Spielwiese-Code  |  | G | 8 |  |


2016: Eggert/Pegasus

 Was ist's? 

  • Sammelspiel für 2 bis 6 Spieler ab 8 Jahre
  • Autor: Steffen Bogen
  • Grafik: Dennis Lohausen
  • Spieldauer: 30-60 Minuten
  • Verlag: Eggert/Pegasus
  • ca.-Preis: 13,– €

 Für wen? 

  • Für Familien und Spielrunden, die’s gerne ein bisschen unvorhersehbar haben

 Was braucht's? 

  • Gute Taktik bei der Wahl der Wettkarten

 Die gute Nachricht 

Das Spiel des Jahres 2014 gibt es – weitgehend identisch – hiermit ums halbe Geld

 Die schlechte Nachricht 

Es gibt keine


 Rein ins Spiel!  

Nein, das ist keine Erweiterung. Nein, es ist auch kein reines Kartenspiel.

Mit Camel up – Cards haben Eggert/Pegasus ihr aufgepimptes Laufspiel vielmehr in einigen Details begradigt. Was das Brettspiel Camel up ausmacht, ist im Grunde genommen alles erhalten geblieben. Nur ist das Ergebnis nun wesentlich kompakter. Damit erhalten Camel-up-Fans sozusagen eine Reiseausgabe und wer das Spiel des Jahres 2014 noch nicht kennt ein mit sehr viel Material ausgestattetes Lauf- und Wettspiel für erstaunlich wenig Geld.

Wie schon beim Original geht es darum: Fünf Kamele unterschiedlicher Farbe werden auf den Weg geschickt. Sie gehören niemandem. Landet ein Kamel auf einem besetzten Feld, sitzt es auf. Wird ein unteres Kamel bewegt, nimmt es alle auf ihm mit. Fang den Hut!-Prinzip. Das Spiel verläuft über mehrere Etappen und die Spieler wetten darauf, welche Kamele dann ganz vorne – oder auch ganz hinten – sind. Für den Parcours gibt es kein Spielbrett, wie beim großen Bruder, sondern er wird aus Karten gelegt, über die die Kamele ziehen.

Es gibt – auch das ein Unterschied – keine Würfel, sondern fürs Ziehen der Kamele ebenfalls Karten. Das ersetzt die „Würfelpyramide“ des großen Bruders und führt zu einem wesentlichen Merkmal von Camel up – Cards, der Vorbereitung der nächsten Etappe. Bei, angenommen, vier Spielern, erhalten diese anfangs je sieben Rennkarten und legen davon drei gleich auf den Ablagestapel. Von den vier verbliebenen werden zuerst zwei und danach von den letzten beiden noch einmal eine Karte ausgewählt, die auf einen eigenen Rennstapel gelegt werden. Alles geschieht verdeckt. Was anfangs blöd klingt („Hä?“ gehört zum Standard bei Spielerklärungen), hat einen Sinn: Die Rennkarten zeigen jeweils ein Kamel einer Farbe und Zugweite. Je nachdem, welche Farben bzw. Zugweiten man dem Rennstapel zuordnet, kann man den Rennverlauf ein wenig abschätzen. Zumal die letzte Karte für den Rennstapel die Spieler ausnahmsweise allen anderen zeigen müssen, bevor sie untergemischt wird.

Die oberste Karte des verdeckten Rennstapel aufzudecken, ist die eine Möglichkeit der sogenannten Streckenaktion des Spiels, wenn man an der Reihe ist. Das betreffende Kamel zieht ein oder zwei Felder vor. Die andere Möglichkeit ist der Einsatz der Fuchs- oder Palmenkarte. Das ist die Analogie zu den Wüstenplättchen bei Camel up, hier aber viel schöner mit einem Fuchs und einer Palme aus lackiertem Holz, die auf ein Feld nach Wahl gestellt werden. Eine Kamel-Einheit, die darauf landet, darf entweder ein Feld weiter vor oder muss zurück und dort, großes Pech!, womöglich unter ein bereits vorhandenes Kamel schlüpfen.

Sind sie zum Einsatz gekommen, stehen Palme und Fuchs wieder den anderen Spielern zur Verfügung. Palme und Fuchs sind wirksame und damit äußerst beliebte Elemente, den Wettlauf zu beschleunigen oder zu verlangsamen.

Ach ja, es ging ja ums Wetten! Für alle Kamelfarben gibt es eine ganze Reihe Wettkarten, die Ertrag in „Ägyptischem Pfund“ versprechen, sollte man damit auf das richtige Etappenergebnis gesetzt haben. Wenn nicht, verliert man ein Pfund. Jeder Spieler darf während des Zugs eine Wettkarte nehmen, man darf also mehrere besitzen und die Einsätze dem Rennverlauf anpassen. Allerdings ist es auch in der Cards-Version so, dass, wer zuerst kommt, am meisten mahlt.

In den Testrunden erschien uns das Brettspiel Camel up damals als zu überfrachtet. Siehe Blog Gutes Spiel, aber … . Mit der Cards-Version wurde nach unserer Meinung jetzt die richtige Rennabstimmung gefunden. Allein schon vom Preis her ist sie eine echte Alternative. Camel up – Cards bringt viele Überraschungen und hat großen Spaßfaktor.

 Nochmals spielen? 

Ja, wobei zu viert das Verhältnis zwischen Zufall und Taktik am ausgewogensten ist.

 Rund ums Spiel 

Das Rezensionsexemplar wurde von Pegasus zur Verfügung gestellt

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