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Spiel des Jahres: Die Empfehlungen 2020 (Upd.)

 AUSZEICHNUNG.  Der Verein Spiel des Jahres gibt neben den Nominierungen für das Spiel des Jahres, das Kinderspiel des Jahres und das Kennerspiele des Jahres auch Empfehlungen für weitere Spiele. Hier jene für 2020. 

 

Wir haben die Empfehlungen nach Kategorien alphabetisch geordnet.

Empfehlungen in der Kategorie Spiel des Jahres:

  • Color Brain von Tristan Williams bei Game Factory. Aus der Begründung der Jury: "„Color Brain“ ist ein Quizspiel mit einem einfachen Kniff: Alle Fragen lassen sich mit Farben beantworten. Dazu hat jedes Team einen identischen Satz aus elf Farbkarten. Jede Frage enthält außerdem einen Hinweis auf die Anzahl abgefragter Farben. Um zu antworten, wählen die Teams entsprechend viele Farben geheim aus. Dabei hoffen sie, dass die anderen daneben tippen, denn dann gibt es umso mehr Punkte. Die Fragen decken ein breites Spektrum an Allgemeinwissen ab, sodass jeder einmal auftrumpfen kann. Oft werden auch Markenlogos oder Symbole aus dem Alltag abgefragt. Aus dem klassischen „Es liegt mir auf der Zunge!“ wird dann schnell ein ebenso verzweifeltes „Ich habe es quasi vor Augen!“."
  • Der Fuchs im Wald von Joshua Buergel bei Schwerkraft. Aus der Begründung der Jury: "„Der Fuchs im Wald“ ist ein märchenhaftes Stichspiel für zwei Personen, das gleich mehrere spannende Kniffe vereint. So gewinnt eine Runde nicht unbedingt der Spieler, der die meisten Stiche machen konnte: Wie im Märchen wird zu große Gier auch hier mitunter hart bestraft. Außerdem bringen manche Kartenwerte Sonderfähigkeiten ins Spiel, mit denen sich etwa die Trumpffarbe der aktuellen Runde manipulieren lässt oder der Gegner zum Ausspielen bestimmter Karten gezwungen werden kann. Wer die besonderen Talente von Fuchs, Holzfäller und Monarchin geschickt einsetzt und dabei das Potential der eigenen Kartenhand erkennt, kann das Blatt oft zu seinen Gunsten wenden. Stichspiele zu zweit, ein Widerspruch in sich? Der Fuchs im Wald beweist eindrucksvoll das Gegenteil!"
  • Draftosaurus von Antoine Bauza, Corentin Lebrat, Ludovic Maublanc und Théo Rivière bei Board Game Box. Aus der Begründung der Jury: "Stegosaurus, Triceratops und Co. sollen in die Gehege einziehen, doch auch die Mitspieler suchen nach neuen Attraktionen für ihre Zoos. Zu Beginn einer Runde zieht jeder Spieler zufällig Dinos, von denen er aber nur einen als Neuzugang für seinen Park auswählen darf. Der Rest wandert an den Sitznachbarn, der wiederum einen Saurier aussucht. Schnell füllen sich so die Zoos der Spieler, doch Erfolg hat nur, wer die Dinos auch klug in der Anlage verteilt: In einem Gehege gibt es Punkte für Pärchen, ein anderes soll möglichst bunt besetzt werden. Knifflig wird es durch die Vorgaben des Gehege-Würfels. Dieser legt zu Beginn jedes Zuges fest, in welchen Bereichen der Zoos neue Dinos einziehen dürfen."
  • Kitchen Rush  von Vangelis Bagiartakis und Dávid Turczl bei Pegasus. Aus der Begründung der Jury: "Zu viele Köche verderben den Brei? Nur wenn sie nicht koordiniert arbeiten! In „Kitchen Rush“ müssen sich die Spieler im hektischen Alltag einer Restaurantküche beweisen. Gäste wollen empfangen, Bestellungen aufgenommen und Speisen zubereitet werden. Eine Spielrunde dauert dabei nur fünf bis zehn Minuten. Um in dieser knappen Zeit möglichst viele Gäste glücklich zu machen, setzen die Spieler in schnellem Wechsel Sanduhren an den verschiedenen Arbeitsplätzen des Restaurants ein. Erst wenn eine Uhr durchgelaufen ist, darf sie erneut für eine Aktion genutzt werden."
  • Little Town von Shun Taguchi und Aya Taguchi bei Iello. Aus der Begründung der Jury: "In „Little Town“ erbauen die Spieler gemeinsam eine Siedlung und wetteifern dabei um die besten Bauplätze. Wer am Zug ist, entsendet meist einen Arbeiter auf ein freies Feld des Umlands. Dort aktiviert dieser alle ihn umgebenden Felder und kann so zu Beginn vor allem in Wald, Gewässer und Gebirge Rohstoffe einsammeln. Später können diese Rohstoffe verwendet werden, um Gebäudeplättchen auf dem Spielplan zu errichten. Der Clou dabei: Auch die Funktionen dieser Gebäude werden fortan durch in der Nähe eingesetzte Arbeiter aktiviert und stehen für ein geringes Eintrittsgeld auch den Mitspielern offen. Wer sowohl eigene Arbeiter als auch Gebäude taktisch klug platziert, erntet Ruhm als größter Baumeister."
  • Spicy von Zoltán Györi bei Heidelbär Games. Aus der Begründung der Jury: "Im schnellen Bluffspiel „Spicy“ kann man sich leicht die Finger verbrennen! Reihum werfen die Spieler verdeckt Wasabi-, Chili- und Pfeffer-Karten mit aufsteigendem Schärfegrad ab. Nicht immer finden sich die passenden Gewürze auf der Hand, also mogeln sich auch ungültige Zutaten in den Karten-Eintopf. Bei Verdacht können die Mitspieler zur Geschmacksprobe bitten, müssen dabei aber das kulinarische Vergehen präzise benennen: Hatte die zuletzt abgeworfene Karte die falsche Gewürzsorte oder stimmte der Schärfegrad nicht? Die Schummelei zu entlarven wird belohnt, birgt aber auch Risiken: War der angeprangerte Wert korrekt, so gehen die Punkte an den zu Unrecht beschuldigten Spieler."

Empfehlungen in der Kategorie Kennerspiel des Jahres:

  • Paladine des Westfrankenreiches von Shem Phillips und Sam Macdonald bei Schwerkraft Verlag. Aus der Begründung der Jury: "Kriegerische Mächte bedrohen das königliche Reich. Nur mit Hilfe der einflussreichen Paladine können die bevorstehenden Herausforderungen gemeistert werden. Dabei ist es von strategischer Bedeutung, die speziellen Stärken der Elitesoldaten so effizient wie möglich einzusetzen. Befestigungsanlagen wollen errichtet, Widersacher bekehrt und die Bevölkerung koordiniert werden. Nur wer seine Arbeiter und Paladine geschickt einsetzt und die clever miteinander verzahnten Wechselwirkungen von Religion, Einfluss und militärischer Stärke durchschaut, wird das Land siegreich verteidigen."
  • Res Arcana von Tom Lehmann bei Sand Castle Games. Aus der Begründung der Jury: "Nutzt man den Stein der Weisen, um Gold herzustellen? Oder kann eine Seeschlange helfen, die Kontrahenten in Schach zu halten? Das Spiel bestreiten die Alchemisten mit einem limitierten persönlichen Arsenal: Insgesamt nur acht Artefakte und Kreaturen hat jeder von ihnen zu Beginn erhalten. Wer seinen Kartensatz geschickt einsetzt, starke Kombinationen erkennt und die eigene Strategie flexibel anpasst, hat im Wettstreit der Magier die besten Chancen."
  • Underwater Cities von Vladimir Suchy bei Delicious Games. Aus der Begründung der Jury: "In „Underwater Cities“ erbauen die Spieler ein Netzwerk von Tunneln und Unterwasserstädten. Die dazu notwendigen Ressourcen entstehen in Entsalzungsanlagen und Algenfarmen, während in Laboren der wissenschaftliche Fortschritt vorangetrieben wird. Kern des Spieles ist die mit Karten unterstützte Aktionswahl: Wer am Zug ist, nutzt ein freies Aktionsfeld, um beispielsweise eine weitere Stadt zu errichten oder Rohstoffe einzusammeln. Kann der Spieler gleichzeitig eine farblich passende Karte ausspielen, so darf er ihren Effekt zusätzlich nutzen. Erfolgreiche Unterwasser-Städtebauer müssen deshalb bei der Kartenauswahl die richtigen Prioritäten setzen und Synergie-Effekte klug erkennen."

Empfehlungen in der Kategorie Kinderspiel des Jahres:

  • Go Slow! von Felix Beukemann bei Logis. Aus der Begründung der Jury: "Als letzter durchs Ziel, um der Erste zu sein. Über eine variable Rennstrecke mit schmackhaften Schnecken-Leckereien bewegen sie sich mittels Karten. Dabei überholen sie sich, oder – noch schlimmer für alle Vorder-Schnecken – sie werden in Richtung Ziel geschoben. Gegen ihren Willen! Jetzt schnell die richtige Karte ausgespielt, um nicht mehr vorne mitzuspielen, sondern schööööön weit hinten. Damit der Sieg in greifbare Nähe rückt."
  • Hans im Glück von Peter Wichmann bei Haba. Aus der Begründung der Jury: "Mit sechs Goldklumpen-Chips startet jeder Teilnehmer, und die tauscht er: erst in Pferde, dann in Schweine und Gänse und schließlich, wenn er besonders viel Glück hat, in ein vierblättriges Kleeblatt. Zwei Würfel bestimmen den möglichen Wechselkurs. Der schwankt enorm, weil die Augenzahlen recht ungleich verteilt sind. Da heißt es, den besten Zeitpunkt zum Tausch abzuwarten oder doch auf Nummer sicher zu gehen. Das Regelwerk ist schlank, die Freude groß – und so zeigt diese Würfelei auch spielerisch die alte Weisheit: Weniger ist mehr."
  • Magic School von Jonathan Favre-Godal bei Djeco. Aus der Begründung der Jury: "Was für ein Tag! Die Aufnahmeprüfungen für die Zauberschule stehen an, und die kleinen Zauberer machen ihre Hände und Nacken locker. Aber vor allem: den Kopf. Denn dies ist keine normale Zauberprüfung, wo man einfach nur den unliebsamen Mitschüler in eine Kröte verwandeln muss. Hier müssen sich Dinge gemerkt werden. Gemeine Dinge. Nur zusammen kann man diese anspruchsvolle und spannende Gedächtnisleistung meistern."
  • Puzzle-Memo von Günter Burkhardt bei Drei Hasen in der Abendsonne. Aus der Begründung der Jury: "Allmählich, Puzzlestück für Puzzlestück, erwacht die Tierwelt zu farbenfrohem Leben – wenn ein wenig Glück und viel gutes Gedächtnis im Spiel sind. Anfangs liegen die einzelnen Teile noch verdeckt auf dem Tisch. Wer dran ist, deckt eines auf und ist, wenn er es ablegen darf, gleich noch einmal dran. Aber: Der Spielplan muss von unten nach oben bedeckt werden. Und wer ein Tier vervollständigt, bekommt Punkte, abhängig von dessen Größe: Der niedliche Flughund zum Beispiel nimmt nur ein Feld ein, der mächtige Gorilla gleich vier. Da hilft, sich gemerkt zu haben, wo welches Plättchen liegt – und die Sonderkärtchen geschickt einzusetzen. „Puzzle-Memo“ verbindet Elemente aus Lege- und Gedächtnisspielen zu einem bildhübschen Ganzen."
  • Slide Quest von Jean-Francois Rochas und Nicolas Bourgoin bei Blue Orange. Aus der Begründung der Jury: "„Slide Quest“ verwandelt Welten, die man aus Computerspielen kennt, mit viel Retro-Charme, Augenzwinkern und liebevollen Illustrationen in ein zeitgemäßes Kinderspiel. Hier kommt das gute alte Kugellabyrinth groß heraus: Denn den hochmobilen Ritter bewegen die Spieler gemeinsam durch behutsames Heben und Senken der wechselnden Spielpläne, die mit dreidimensionalen Geländeteilen bestückt sind. Ständig droht Lebenspunktverlust. Teamwork ist gefragt: Nur wer geschickt vorgeht und sich gut miteinander abspricht, umrollt Fallen, Hindernisse und Abgründe, schubst Schurken in Abgründe und rettet am Ende das Königreich – ganz ohne Blechschaden."
  • Zombie Kids Evolution von Annick Lobet bei Scorpion Masqué. Aus der Begründung der Jury: "Die Zombies sind da, und das finden die Schüler doch nicht so toll. Die Regeln aus ihrem Handbuch für angehende Zombiejäger: Den Farbwürfel werfen und neue Zombies an den entsprechenden Ort setzen. Bis zu zwei Zombies an Ort und Stelle bekämpfen, bevor die Schule überrannt wird. Schnell die vier Tore verriegeln, um den Ansturm aufzuhalten. „Zombie Kidz: Evolution“ ist ein raffiniertes kooperatives Rennen gegen die Zeit. Und der Namenszusatz „Evolution“ verrät, dass es sich verändert. Alle paar Partien kommen neue Regeln und Details hinzu – man hat es hier mit einem „Legacy“-Spiel für Kinder zu tun. So viel Langzeitmotivation, in der Schule für Ordnung zu sorgen, hatte man lange nicht."
  • Zoo Run von Florian Sirieix bei Loki. Aus der Begründung der Jury: "Im Wettbewerb für frischgebackene Freigänger liefern sich die tollkühnen Tiere in rasenden Kisten ein hektisches Rennen. Motor ist in beiden Fällen ein Puzzle-Mechanismus: Die Spieler bekommen Karten, auf denen rechts und links ein bis drei Tiere abgebildet sind, allerdings nur mit Vorder- oder Hinterteil. Wer die Hälften richtig zusammenfügt, darf befreien, beziehungsweise vorwärtsziehen. Mit dem richtigen Augenmaß saust sogar die Schildkröte Luchs, Lama, Panda und Elefant davon. Konzentriertes Puzzeln und konzertierter Wettlauf fügen sich zu einem spannenden Rätselrennen."

 

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