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Umfrage: Stimmungsbild im Spielwarenhandel

CORONA-FOLGEN.  Knapp die Hälfte der Spielwarenhändler rechnet mit einer Erholung ihres Geschäfts bis Jahresende. Die Spielwerenmessse eG hat in einer Umfrage außerdem erhoben, was die Branche dem Corona-Lockdown entgegen setzte.

 

Auf Seite der Messebesucher betreiben die meisten davon sowohl ein stationäres Geschäft als auch einen Onlineshop. Dabei konnten viele von ihnen neue Verkaufskanäle schaffen, um trotz der Covid-19-Pandemie für die Kunden erreichbar zu sein, so die Messe: in Form von bestehenden Onlineshops (43,9%), neu erstellten Onlineshops (9,1%), durch Lieferservice (22,8%), Abholung am Laden (14,4%), Initiativen lokaler Geschäfte (7,1%) oder durch neue Wege der Kundenkommunikation (18,3%). 

Aufgrund der aktuellen Situation mussten 45,6% der Ladeninhaber Kurzarbeit anmelden und 18,6% von ihnen Mitarbeiter entlassen. Auswirkungen der Krise, die auch bei den befragten Herstellern der Spielwarenbranche spürbar sind. Hier vermeldeten 52,6% Kurzarbeit, 43,4% die Arbeit im Home-Office und 22,7% die Entlassung von Mitarbeitern.

Digitale Angebote schneller umgesetzt

Der Einsatz solcher vielseitigen Maßnahmen bringt in der Krise auch positive Aspekte hervor. Hersteller und Händler haben vor allem neue Wege der Kundenkommunikation geschaffen, digitale Angebote schneller umgesetzt als geplant oder ganz neu für sich entdeckt, ihre Geschäfts- und Arbeitszeitmodelle weiterentwickelt, das interne Krisenmanagement verbessert sowie den Teamgeist gestärkt. Dadurch blicken die Befragten relativ hoffnungsvoll dem restlichen Jahresverlauf entgegen: 25,8% der Händler und 32% der Hersteller rechnen mit einem Ausgleich des Umsatzeinbruchs durch neue Verkaufskanäle, 49,7% bzw. 45,5% mit der Erholung ihres Geschäfts. 

"Die Ergebnisse bilden das aktuelle Stimmungsbild in der Spielwarenbranche ab. Die Krise stellt für Handel und Industrie eine enorme Herausforderung dar, beschleunigt aber gleichzeitig die Umsetzung neuer, zukunftsweisender Maßnahmen", analysiert Ernst Kick, Vorstandsvorsitzender der Spielwarenmesse eG.

Auf der Spielwarenmesse in Nürnberg treffen jährlich rund 65.000 Einkäufer und Fachhändler auf 2800 Hersteller. An der Umfrage nahmen 1810 Fachbesucher aus 42 Ländern sowie 548 Unternehmen aus 48 Ländern teil, die die Spielwarenmesse somit als repräsentativ einstuft.

 

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  • Spielwarenmesse eG
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